Leverkusen: Pyrotechnik kam geflogen - Polizei setzte Kamera ein

Leverkusen: Pyrotechnik kam geflogen - Polizei setzte Kamera ein

Der Rosenmontagszug - Toni Blankerts vom Komitee Opladener Karneval hatte ja schönes Wetter vorausgesagt - war die zuschauerträchtigste der fünf Leverkusener Narrenparaden.

Die Polizei nannte gestern die Zahl von rund 40.000 Zuschauer. Die feierten bis zum Abend zumeist friedlich. Es gab zwölf Platzverweise und sieben Strafanzeigen - dreimal wegen Körperverletzung, zweimal wegen Drogenbesitzes, ein wegen Beamtenbeleidigung und ein Mal, weil Pyrotechnik geworfen wurde. Letzteres von dem Leichlinger Jugendlichen, die am Mittag lautstark und mit wummerndem Musikwägelchen die Düsseldorfer Straße heruntermarschierten, im Kreisel Berliner Platz fast schon traditionell eine Runde drehten und dann nicht minder lautstark durch die Fußgängerzone zur Zugstrecke pilgerten. Die Polizei begleitete mit mehreren Wagen, fertigte auch Videoaufzeichnungen an, für den Fall, dass nochmal Pyro fliegen sollte, berichtete die Behörde am Abend.

Insgesamt verzeichnete die Polizei diese Daten: Von Freitag, 6 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr, nahmen Beamte 51 Strafanzeigen auf (Vorjahr: 95). Dabei handelte es sich mit 14 Fällen (Vorjahr: 33) überwiegend um Körperverletzungsdelikte. Weiterhin waren es eine Beleidigung (Vorjahr: fünf), ein Raub (eins), zwölf Sachbeschädigungen (14), zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (vier) und zwei Taschendiebstähle (drei). Zweimal erstatteten Polizisten Anzeige wegen "Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte" (acht). Außerdem gab es eine Anzeige wegen sexueller Nötigung (eins).

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Von Sonntag, 6 Uhr, bis Rosenmontag, kamen 18 (16) Strafanzeigen hinzu: neunmal Körperverletzung (6), einmal Drogen (0), viermal Diebstahl (1), einmal Raub (2), zweimal Beleidigung (0) und einmal Sachbeschädigung (3), meldet die Polizei in ihrer vorläufigen Bilanz.

(LH)