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Leverkusen: P&R - Blick in andere Städte lässt Leverkusen alt aussehen

Leverkusen : P&R - Blick in andere Städte lässt Leverkusen alt aussehen

Berufspendler, die auf die Autofahrt in die Innenstadt verzichten, sollen künftig belohnt werden - durch bessere Parkplätze. Die Stadt will sie mit einer Offensive für Park & Ride dazu bringen, dauerhaft auf den Zug umzusteigen.

Dafür sollen die Parkplätze modernisiert werden. Außerdem können Nutzer künftig schon von zu Hause aus einen Platz reservieren, wirbt die Stadt.

Nein, nicht die Stadt Leverkusen: Das zukunftsweisende Konzept stammt aus Düsseldorf und ist gemeinsam mit der dortigen Rheinbahn entstanden. P & R attraktiver machen, durch bessere Parkplätze, das versuchen zur Zeit auch noch andere Städte, etwa Stuttgart.

Wie Leverkusen dieses Thema dagegen anpackt, ließ sich gerade erst wieder im Stadtrat verfolgen. Da verkündete Baudezernent Andrea Deppe, das System funktioniere nicht mehr und führe eher zu Parksuchverkehr. Deshalb, so die Argumentation, mache es auch keinen Sinn die (laut mehreren Ratsvertretern dringend benötigten) zusätzlichen Parkplätze am Bahnhof Rheindorf oder in Opladen zu bauen.

Statt Abstellplätze für Autos an Bahnhöfen zu erweitern, sollte lieber der öffentliche Nahverkehr insgesamt sowie der Radverkehr gefördert werden, hieß es bei den Grünen im Rat. "Park & Ride" mache allenfalls noch am Stadtrand Sinn.

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Auch in diesem Punkt lohnt ein Blick über den Leverkusener Tellerrand: wenige Haltestellen weiter, in Solingen, wird das vor Jahren gebaute Parkhaus am Hauptbahnhof mit 220 Stellplätzen gerade wegen seiner zentralen Lage als "eine optimale Ergänzung",geschätzt.

Und auf der Internetseite des Fraunhofer Institus für Arbeitswirtschaft und Organisation ist zu lesen: "Die beste Verbindung zählt, nicht das Verkehrsmittel." Park-&-Ride-Angebote seien sehr wohl interessant - aber eben nur dann, wenn sie unkompliziert funktionierten. Davon ist man am Bahnhof Rheindorf noch weit entfernt.

(RP)