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Protest aus Leverkusen zum Autobahnausbau

Protest aus Leverkusen : Initiative zu A3-Ausbau: „Absolute Katastrophe“

Die Interessengemeinschaft Schleswig-Holstein-Siedlung ist entsetzt über die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, die A 3 oberirdisch auszubauen. Seit Jahren kämpft die Anwohnerinitiative um einen Durchfahrttunnel. Nun fordern sie von Stadt und Politik Unterstützung im Kampf gegen den Ausbau.

 „Wir alle wohnen in direkter Nähe zur Autobahn und empfinden die Pläne als eine absolute Katastrophe“, schreibt Friedrich Jonas für die Initiative. „Die Belastung ist bereits jetzt schon zu hoch. Wir lehnen die beschlossene, Planung an der A 3 strikt ab und verweigern uns jedweder Erweiterung und diversen anderen Varianten. Wir verlangen eine Optimierung/Ertüchtigung der A 3 in jetziger Ausführung.“ Die Interessengemeinschaft fordert unter anderem: Belassung der jetzigen Verkehrsführung in ihrer Breite, Unterstützung der Eigentümer bei der Verweigerung des Verkaufs der Grundstücke durch die Stadt, Optimierung/Ertüchtigung der A 3: neuer besserer Lärmschutz, Flüsterasphalt, maximales Tempolimit auf 100 bzw. 80 km/h inklusive Radarüberwachung, Widerstand formieren und einen Ortstermin mit Mandatsträgerm von Stadt, Land und Bund „zwecks Sensibilisierung. Die Bürger müssten vor krank machenden Faktoren geschützt werden. Jonas fordert die „komplette Verweigerung und Ablehnung aller Planungen und Bautätigkeiten zur A 3 Leverkusen durch die Stadt“, etwa keinen Verkauf von Flächen für die Autobahnerweiterung.

Die Anwohner fürchten um die Konsequenzen, die ein oberirdischer Ausbau hätte, etwa Grundstücksenteignung,  Verschwinden von Gewerbeflächen- und Betreibern samt Arbeitsplatzverust, Vernichtung von Lebensraum und Lebensqualität durch Luftveschmutzung und Lärm und „mindestens zehn bis 15 Jahre permanente Belastung durch Großbaustellen“.Jonas: „Wir befürchten bei dem geplanten Ausbau Schlimmstes und fragen uns: Wo bleibt der Bürgerschutz?“

(LH)