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Leverkusen: ProOp will Raststätte auf Bayer-Deponie

Leverkusen : ProOp will Raststätte auf Bayer-Deponie

Die Ratsgruppe "Pro Opladen" hat sich gestern mit einem sensationellen Vorschlag in die Diskussion zur "Raststätte im Bürgerbusch" eingeschaltet. Die Politiker Markus Pott, Gerhard Hohns und Stephan Adams schlagen vor: "Baut die Autobahn-Raststätte nördlich des Kreuzes Leverkusen-West auf der Bayer-Deponie!" Die Leverkusener Stadtverwaltung soll die Idee an die zuständige Autobahnbehörde beim Landesbetrieb Straßen NRW weiterleiten. Der Opladener Ratsherr Stephan Adams ergänzte dazu im RP-Telefonat: "Vielleicht freut sich die Firma Bayer, wenn ihr jemand das unnütze Areal abkauft oder es pachtet."

Nun, Freude kam gestern bei der Betreiberin Currenta (Bayer-Lanxess-Firma) der Sondermülldeponie nicht auf. "Pläne über eine anderweitige Nutzung des Deponie-Geländes gibt es bei uns nicht", sagte Currenta-Pressesprecher Christian Zöller.

Der Firmensprecher befragte auf RP-Wunsch die Currenta-Experten nach der möglichen Nutzungsdauer für die Sondermülldeponie: "Wir wollen die Deponie noch 40 Jahre betreiben", sagte Zöller in sachlichem Tonfall. Die Raststätte soll bis 2015, also in sechs Jahren, gebaut sein. Für Verwunderung sorgte der ProOp-Antrag auch in der Stadtverwaltung. Insider erinnerten an die Probleme mit dem Deponiebereich Rheinallee, die zum Abriss der Häuser und zum Bau des Neulandparks führten. Auf dem Park, der auf der schwammigen Stadt-Bayer-Deponie liegt, sind Gebäude verboten, weil die Abdichtung leiden könnte.

(RP)