Proklamation des Hitdorfer Dreigestirns

Proklamation des Dreigestirns : Es grüßen die Hitdorfer Majestäten

Jungfrau Christiane, Prinz Heinz II. und Bauer Frank sind seit Samstag auch offiziell das Dreigestirn. Für die drei ist ein Traum wahr geworden.

Hochoffiziell wurde das Hitdorfer Dreigestirn am Samstagabend in der festlich geschmückten Stadthalle in ihr neues Amt eingeführt. Vor der Proklamation hielt sich die Aufregung der närrischen Regenten, Prinz Heinz II, Jungfrau Christiane und Bauer Frank in Grenzen. Die Vorfreude überwog.

Die roten, blauen und weißen Ballons hängen von der Decke, die Tische sind fein säuberlich aufgereiht und gedeckt. Schokoherzen und kleine süße Ballonfiguren schmücken die langen Tafeln. Närrische Collagen mit bunten Clowns und karnevalistischen Szenen zieren die großen Hallenwände. Es ist Samstagnachmittag, kurz vor 17 Uhr und in der Hitdorfer Stadthalle herrscht Ruhe vor dem Sturm: Nur einige wenige Vereinsmitglieder der „Hetdörper Mädche un Junge“ in ihren prachtvollen Uniformen legen noch die letzten Handgriffe an, schleppen Getränkekisten hinter die Theke, prüfen die Technik. Vor der verschlossenen Hallentür stehen bereits die ersten Gäste Schlange.

Flotten Schrittes tritt das Hitdorfer Dreigestirn in ihrer offiziellen Montur in die geschmückte Festhalle. Prinz Heinz II, Bauer Frank und Jungfrau Christiane begrüßen die Anwesenden. Sie lächeln und sehen überraschend entspannt aus. „Wir fühlen uns sehr gut. Es wird Zeit, dass es losgeht“, sagt Heinz Gladbach. Der 61-Jährige darf in der neuen Session Karnevalsprinz sein und freut sich.

Auch Frank Melzer, der den Bauern verkörpert, freut sich auf den Abend: „Ich habe mir lange diesen Moment ausgemalt und mir vorgestellt, dass ich sehr nervös sein würde. Aber ich habe letzte Nacht hervorragend geschlafen und bin ruhiger, als ich gedacht hätte.“ In Opladen geboren ist der 54-jährige Familienvater mit dem Karneval aufgewachsen. „Schon als Kind, als ich mein erstes Dreigestirn sah, habe ich davon geträumt mal dabei zu sein.“ Christiane Agternkamp hingegen ist als leitende Notärztin komplizierte Situationen gewöhnt, „doch heute Morgen war ich schon etwas nervös und aufgeregt“, gesteht die 66-Jährige dann.

Es geht auf die Bühne zum Fotoshooting mit der Presse. An das Rampenlicht hätten sie sich schon gewöhnt, sagen die drei.  „Ich hätte aber nicht gedacht, dass alles so zeitintensiv ist“, sagt Bauer Frank. „Es gibt doch viele Dinge, die im Hintergrund laufen, von denen man keine Ahnung hat, wenn man nicht mal dabei war.“ Was er meint? Die Auswahl des Wurfmaterials, das Binden der Sträußchen und die unzähligen Proben ihres Liedes. Die vergangenen Wochen haben sie ihr Lied aufgenommen und einstudiert. Es ist eine Version von „Mer han e hätz för Kölle“ der Bläck Fööss. „Statt Kölle singen wir natürlich Hetdörp“, sagt Prinz Heinz II. Mehr als ein Motto ist es ihr Antrieb: Ein Herz für Hitdorf.

Mehr von RP ONLINE