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Probierwerkstatt in Leverkusen: Platz für Co-Working und Start-ups

Platz für Co-Working und Start-Ups : Frische Ideen in der Probierwerkstatt

Seminarräume, digitale Arbeitsplätze und Werkstätten – im Probierwerk an der Stauffenbergstraße können junge Unternehmer kreativ sein. Mit Unterstützung von Mentoren.

Wo trifft sich ein aufstrebendes Unternehmen, dessen Mitarbeiter aus Düsseldorf, Köln und dem Bergischen Land kommen? Seit Anfang  Januar im neuen Probierwerk der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WFL) an der Stauffenbergstraße – einen Katzensprung vom Bahnhof Opladen entfernt. „Diese Nähe war uns wichtig“, sagt Lars Branscheid, einer der Gründer von „Skillconomy“, einem Startup, das seit 2015 als GmbH  im Bereich „Digital Recruiting“ arbeitet, also dem Rekrutieren von Mitarbeitern auf digitalem Wege. „Wir haben einen Standort gesucht, der Dynamik hat, der aber auch einen gewissen Freizeitwert bietet, im Einzugsgebeit von großen Städten liegt und auch noch Nähe zu einer Hochschule hat“, ergänzt Branscheid. Gefunden hat Skillconomy all das in Opladen.

Und so sitzt Lars Branscheid mit Marc Branscheid, Jonas Plaum und Patrick Eschler in einem ganz neu aussehenden, fast schon puristischen Büro am Ende eines Ganges im neuen Probierwerk, an dem sich große Fenster-/Tür-Fronten aneinanderreihen. Dahinter kleinere und etwas größere Büros, zugeschnitten auf Gründer und Jungunternehmer, die am Anfang ihrer Karriere stehen.

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Es ist ein Standbein des Probierwerks. Neben Skillconomy, die im Frühjahr aus dem WFL-Angebot wieder aus- und ein paar hundert Meter weiter in das noch im Bau befindliche Gebäude von PMC Rail an der Werkstättenstraße einziehen werden, weil es dort für die wachsende Firma mehr Platz gibt, nutzen zwei weitere Startups die Räume. Insgesamt ist Platz für elf. Am einen Ende des Gebäudes.

Am anderen steht Benjamin Schulz, bei der WFL zuständig für das neue Projekt, und hat Kreative zum ersten Business-Frühstück des Jahres um sich versammelt. Es ist zugleich der erste öffentliche Termin in den Räumen, die Schulz und sein Kollege Tom Frenzel, gut zu beschreiben wissen. „Mit dieser Initaitive wollen wir Start-ups ansiedeln, wollen gleichzeitig Möglichkeiten schaffen, damit Menschen ihre Ideen weiterentwickeln können, wollen neuen Arbeitsweisen wie Co-Working eine Plattform bieten“, erläutert Schulz.

In einem Satz: „Wir wollen Nährboden sein für gute Ideen.“ Die Zielgruppe, ergänzt Frenzel, seien Firmen, Start-ups,  Macher, Kreative, technische Talente, und das auch schon im Schüleralter. „Wir sind hier in einem bildungsaffinen Umfeld, mit Berufskolleg, anderen weiterführenden Schulen, bald der TH. Und wir haben eine gute Verkehrsanbindung.“

Das große Gebäude, das die WFL vermietet, hat neben Büros, offenen und geschlossenen Co-Working-Plätzen 250 Quadratmeter Werkstattfläche mit allerlei Maschinen zur Holz- und Metallverarbeitung und einem 3D-Drucker, außerdem rund 170 Quadratmeter Seminarräume. Dazu kommt ein „Idea-Lab“, ein Ideen-Labor, über das die Besucher des Frühstücks staunen. Denn drinnen stoßen sie auf gestapelte Sitzkisten aus Holz und ein Medienboard, auf das sich Ideen kritzeln, schreiben, malen  und von dort auch als PDF-Datei verschicken lassen, viel mehr gibt es nicht.Und das bewusst: „Hier sollen kleine Teams Ideen entwickeln, alte Geschäftsmodelle aufbrechen“, erläutert Scholz. Klar, das könne man auch im eigenen Büro machen. Aber da  begegne einem dafür meist zu viel vertrauter Alltag.