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Leverkusen: Presbyterium kritisiert Schulfusion in Rheindorf

Leverkusen : Presbyterium kritisiert Schulfusion in Rheindorf

Die Zusammenlegung der Grundschulen "Löwenzahnschule" und "Sternenschule" stößt bei der evangelischen Hoffnungskirche in Rheindorf auf starke Kritik. Für das Presbyterium fordert Ingrid Nahl-Höfer im Grundsatz den Erhalt beider Schulen. Das Gesamtprojekt "Grundschulen in Rheindorf" dürfe man nicht aus rein finanzieller Sicht sehen und entscheiden.

Die Schulfusion sei sicherlich verlockend, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme des Gemeindegremiums. Menschlich gesehen, speziell aus pädagogischer Sicht, sei eine Schulgröße, wie sie jetzt geplant sei, problematisch. Die Zusammenlegung erfordere eine "intensive planerische pädagogische Vorarbeit", schreibt Nahl-Höfer. "Das macht man nicht einfach mal so. Es reicht nicht, die kostengünstigste Lösung für die Kommune anzustreben und im ,learning by doing' einen Probelauf zu starten."

Das Presbyterium fühlt sich deshalb zu der kritischen Stellungnahme berufen, weil es Träger der OGS Löwenzahnschule ist und Träger bei der OGS Sternenschule war. Bei so großen Schuleinheiten, gerade in einem sozialen Brennpunkt wie Rheindorf, sei zu befürchten, dass die Betreuung der Kinder stark leide. Es werde außerdem zu Platzproblemen kommen und unter Umständen zum "Schichtessen" in der Mensa.

(US)