Bayer Leverkusen: Polizei kontrolliert Fans vor Zugfahrt

Bayer Leverkusen: Polizei kontrolliert Fans vor Zugfahrt

Die verschärften Sicherheitskontrollen bei der Fußballpartie Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt sind noch nicht in Vergessenheit geraten, da soll sich am Mittwochabend ein weiterer Vorfall ereignet haben. Diesmal erwartete die Bayer-Fans bereits vor dem Bahnhof Leverkusen-Mitte ein enorm hohes Polizeiaufgebot. Das jedenfalls berichtet die Fanvereinigung "Nordkurve 12".

Vor der Abfahrt des Entlastungszuges zum DFB-Pokalspiel in Mönchengladbach soll ein weiteres Kapitel im Umgang mit den Fans geschrieben worden sein. Starke Polizeipräsenz, Zugangssperren und Sprengstoffspürhunde soll die Fans der Werkself am Bahnhof Leverkusen-Mitte erwartet haben. Zudem war ein Zelt aufgestellt worden, wie bei der vergangenen Partie gegen Frankfurt. Sofern die Spürhunde bei Fans anschlugen, mussten sich diese einer Leibesvisitation im Zelt unterziehen, wie die Fanvereinigung "Nordkurve 12" (nk12) mitteilt.

Jene Szenen erinnerten stark an das Bundesligaspiel Bayer 04 gegen die Eintracht, das gerade einmal einen Monat her ist. Dort hätten sich weibliche Gästefans vor der BayArena bis auf die Unterwäsche ausziehen müssen. Verantwortlich dafür war damals ein Sicherheitsdienst von Bayer 04. Hintergrund: der Verdacht, dass weibliche Fans Pyrotechnik mit ins Stadion schmuggeln sollten.

Für dieses harte Eingreifen hatte damals der Verein Eintracht Frankfurt Gastgeber Bayer 04 um Stellungnahme gebeten. Nun richtet sich die Kritik von nk12 ausdrücklich gegen die Polizei.

Laut Bundespolizei sei dies eine präventive Maßnahme gewesen. Dies sei eine Reaktion auf den Einsatz von Pyrotechnik bei vergangenen Fußballspielen gewesen. 50 Personen wurden bei der Sicherheitskontrolle laut Polizei am Leverkusener Bahnhof durchsucht. Zuvor hatte die Bundespolizei ein Glasflaschenverbot für den Entlastungszug ausgesprochen. Die Sicherheitskontrolle am Leverkusener Bahnhof soll auch nicht die letzte gewesen sein, auch in anderen Städten will die Bundespolizei künftig kontrollieren.

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