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Polizei durchsucht Autoverwertung in Leverkusen

Großeinsatz in Leverkusen : Razzia auf Schrottplatz an der Bahnstadt – gelangten Giftstoffe in den Boden?

Großeinsatz an der Bahnstadt: Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchten am Dienstag Betriebsanlage und Gelände der Auto- und Eisenbahnverwertung Bender. Laut Staatsanwaltschaft geht es um den Verdacht der Boden- und Gewässerverunreinigung.

Auf dem an der Bahnstrecke gelegenen Gelände des Entsorgers an der Robert-Blum-Straße sollen bei der Zerlegung von Lokomotiven freigesetzte Schadstoffe nicht ordnungsgemäß entsorgt worden sein, berichtet Staatsanwalt René Seppi.

Dabei sollen PCB-haltige Stoffe in den Boden gelangt sein. Die bei der Polizei Köln angesiedelte Technische Einsatzeinheit war  mit Baggern im Einsatz. Spezialisten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz untersuchten mit einem Spezialfahrzeug im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln Bodenproben vom Betriebsgelände. „Vertreter der Bezirksregierung Köln, zuständig für Abfallwirtschaft und betrieblichen Arbeitsschutz, sind ebenfalls vor Ort und führen eine Umweltinspektion durch“, heißt es weiter.

 Auch Bagger kamen zum Einsatz. 
Auch Bagger kamen zum Einsatz.  Foto: Uwe Miserius

Insgesamt waren rund 50 Kräfte im Einsatz.

Das Leverkusener Unternehmen besteht seit über 100 Jahren und verfügt über zwei Standorte in der Stadt. An der Robert-Blum-Straße werden überwiegend Loks zerlegt, am Overfeldweg befindet sich auf 18.000 Quadratmetern eine der größten Autorecycling-Anlagen Europas und ein großes Ersatzteillager.

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Senior-Chef Peter Bender – sein Sohn Lauritz hat das Opladener Unternehmen vor drei Jahren übernommen – kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. Ein ehemaliger Mitarbeiter habe offenbar das Unternehmen angeschwärzt, sagt Bender. „Die Anlage ist komplett durchbetoniert, da kann nichts passieren“, sagt der Senior-Chef des Schrottverwerters. „Bei uns ist alles sauber.“ Ob das zutrifft oder nicht, sollen nun weitere Ermittlungen klären.