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Leverkusen: Politik dagegen - aus dritter Gesamtschule wird nichts

Leverkusen : Politik dagegen - aus dritter Gesamtschule wird nichts

Lehrer, Eltern und Schüler der Realschule am Stadtpark wünschen mehrheitlich die Umwandlung in eine Gesamtschule. Aber daraus wird nichts werden, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Diesen Punkt hat der Schulausschuss am Montag abgelehnt. Die meisten Politiker schlossen sich der Verwaltungsmeinung an, wonach zum jetzigen Zeitpunkt kein Bedarf an einer weiteren Gesamtschule besteht. Angehängt waren die aktuellen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2018/19, die ein ähnliches Ungleichgewicht zeigen wie in den Vorjahren. Während die Schlebuscher Gesamtschule vier weitere Eingangsklassen hätte füllen können - dort mussten 137 von insgesamt 320 Bewerbern abgelehnt werden - hatte die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf nur 158 Anmeldungen, die alle angenommen werden können. Eine dritte Leverkusener Gesamtschule würde noch mehr Konkurrenz für Rheindorf bedeuten, gab Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP) zu bedenken.

Lehrer, Eltern und Schüler der Realschule am Stadtpark wünschen mehrheitlich die Umwandlung in eine Gesamtschule. Aber daraus wird nichts werden, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit.

Diesen Punkt hat der Schulausschuss am Montag abgelehnt. Die meisten Politiker schlossen sich der Verwaltungsmeinung an, wonach zum jetzigen Zeitpunkt kein Bedarf an einer weiteren Gesamtschule besteht. Angehängt waren die aktuellen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2018/19, die ein ähnliches Ungleichgewicht zeigen wie in den Vorjahren.

Während die Schlebuscher Gesamtschule vier weitere Eingangsklassen hätte füllen können - dort mussten 137 von insgesamt 320 Bewerbern abgelehnt werden - hatte die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf nur 158 Anmeldungen, die alle angenommen werden können. Eine dritte Leverkusener Gesamtschule würde noch mehr Konkurrenz für Rheindorf bedeuten, gab Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP) zu bedenken.

Und CDU-Vertreter Bernhard Marewski befand: "Wir können uns kein Gefälle leisten." Man müsse daran arbeiten, dass alle Schulen gleichermaßen angenommen werden. Ohne zu erklären, welchen Einfluss Politik und Schulverwaltung da überhaupt nehmen könnten. Mit dem Alternativwunsch der Schulkonferenz Am Stadtpark konnten sich die Schulpolitiker immerhin anfreunden, nämlich den gebundenen Ganztag an der bestehenden Realschule einzuführen.

Zumal bisher keine der drei Leverkusener Realschulen den Ganztag anbietet. Nun soll die Verwaltung ein entsprechendes Umsetzungskonzept erarbeiten. Und dabei kann sie sich wohl durchaus Zeit lassen. Denn derzeit platzen die Gebäude auch so schon aus allen Nähten, weil die ausgelagerte Hauptschule Im Hederichsfeld Am Stadtpark untergebracht ist, bis die Sanierung des Altbaus in Opladen abgeschlossen ist.

Die wird aber wegen baulicher Probleme deutlich länger als ursprünglich veranschlagt (2020) dauern, wie erst vor 14 Tagen bekannt wurde. Nach dem Rückzug der Hauptschule müsste erst noch das Ausweichquartier renoviert und eine Mensa eingebaut werden, bevor Am Stadtpark der erste gebundene Ganztags-Jahrgang beginnen könnte. Vielleicht denkt die Politik in vier bis fünf Jahren ja schon wieder anders über die dritte Gesamtschule.

Mehr Tempo will der Schulausschuss mehrheitlich, trotz einzelner Bedenken, beim Thema Rückkehr zu G9 machen. Wenn das 13. Schulrechtsänderungsgesetz greift und die Gymnasiasten wieder ein Jahr später Abitur machen, werden mehr Räume gebraucht. Die Schulverwaltung soll beizeiten die nötigen Rahmenbedingungen schaffen und dazu die erforderlichen baulichen Maßnahmen für eine weitere Klassenstufe, sowie die voraussichtlichen Kosten ermitteln.

In diesem Fall sei ausdrücklich Konnexität versprochen, erklärte Schuldezernent Marc Adomat im Ausschuss. Das bedeutet, die entstehenden Kosten für die Rückkehr zu G9 muss das Land tragen. Bis Ende des Jahres haben die Schulen offiziell noch Zeit für die Entscheidung.

Mit einer Mehrheit von zwei Drittel plus eins könnte die Schulkonferenz auch den Verbleib bei G8 beschließen. Bisher scheint es so, dass kein Leverkusener Gymnasium von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird. Jedenfalls hätten bisher alle Schulleitungen signalisiert, dass sie die Rückabwicklung der Schulzeitverkürzung wollen, so Adomat.

(mkl)