Leverkusen: Polit-Promis Kraft und Lammert in der City

Leverkusen : Polit-Promis Kraft und Lammert in der City

Das hochrangige politische Personal tritt verstärkt in Leverkusen auf: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer war da, SPD-Chef Sigmar Gabriel, EU-Kommissar Günter Oettinger. Am Mittwoch kamen Landeschefin Hannelore Kraft und Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Lea, Celina und Abburona landeten am Mittwoch einen Glückstreffer: Die drei Lise-Meitner-Schülerinnen machten in der City eine Umfrage. Thema: "Warum gehen Sie zur Wahl?" In den Luminaden befragten die Gymnasiastinnen (alle zwölf Jahre) einen, der es besonders gut wissen und erklären kann: Bundestagspräsident Norbert Lammert. Der nach dem Bundespräsidenten Joachim Gauck zweithöchste Staatsvertreter erklärte den Schülerinnen in amüsant-feiner Weise etwas zu seiner Arbeit und zu Berlin. Als Erinnerung gab es ein Foto für die Tageszeitung und eine Autogrammkarte von Lammert.

Politisches Spitzentreffen: Bundestagspräsident Norbert Lammert erzählt den Gymnasiastinnen Abburona, Celina und Lea von seiner Arbeit im Bundestag, in den CDU-Kandidat Helmut Nowak (r.) gerne einziehen würde. Foto: Ulrich Schütz

So nett ging es vorab am Wahlkampfstand von CDU-Kandidaten Helmut Nowak nicht zu. Passanten maulten im Vorbeigehen "alles Schönredner" und "Die sind doch alle gleich". Einer der knapp 20 Zuhörer, die stehenblieben, kritisierte: "Der Bundestag ist zu groß und zu teuer." Solche Vorwürfe kennt Lammert und kontert: Der Etat des Bundestages liege bei 500 bis 600 Millionen Euro pro Jahr (entspricht etwas mehr als der Jahresetat der Stadt Leverkusen). "Das sind gerade mal sieben Euro pro Bundesbürger. Ich halte das nicht für zu viel." Deutschland habe im Verhältnis zur Bevölkerung das kleinste Parlament in der EU. Sehr ernst setzte Lammert hinzu, dass sich immer weniger der gut ausgebildeten und finanziell unabhängigen Menschen des Landes bereit erklärten, sich im Bundestag zu engagieren. Das sei bedenklich.

Einen Blitzbesuch organisierte Frank Schönberger (Vorsitzender der City-Werbegemeinschaft) mit Lammert bei Kaufhof-Geschäftsführerin Nicole Weuster. Ja, so sagte sie, die Rathaus-Galerie habe eine "Frequenzverschiebung" bei den Kundenströmen gebracht.

Gut sei, dass die Konkurrenz-Galerie direkt in der Stadtmitte stehe. Liege ein solches Einkaufszentrum etwas weiter weg, hätte dies größere Auswirkungen, etwa auf den Kaufhof. Ein lebendiger Wettbewerber müsse sein, ohne Rathaus-Galerie gehe es auch nicht.

(RP)
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