PMC baut Seminarhaus für bis zu 1000 Bahntechniker

Neubau in der Bahnstadt : Seminare für bis zu 1000 „Schüler“

An der Werkstättenstraße entsteht ein Trainingszentrum für Bahntechniker aus aller Welt. Am Freitag war Richtfest.

Das Unternehmen PMC Rail aus Bingen am Rhein feierte Richtfest seiner neuen International Academy. Ab März 2019 sollen die ersten Schulungen stattfinden.

Bis zum Frühjahr müssen sich die 13 Mitarbeiter der PMC Rail gedulden, ehe sie nach Leverkusen umziehen. Doch das neue Domizil in der Bahnstadt nimmt schon Formen an. Auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern wird die neue International Academy des Unternehmens fertiggestellt, ein Zentrum mit einem großen Veranstaltungsraum und einer Cafeteria im Erdgeschoss, sieben variabel gestaltbaren Schulungsräumen darüber und 25 Büro- und Arbeitsplätzen.

Hier sollen Bahn- und Servicetechniker aus aller Welt anhand von Simulatoren an neuen Maschinen geschult werden. Teilnehmer aus aller Welt lassen sich von PMC weiterbilden – aus England, Indien, Brasilien, aus ganz Europa und neuerdings auch aus den USA. „Darauf sind wir besonders stolz, weil US-Amerikaner in der Regel doch sehr selten zu uns nach Deutschland kommen“, betont PMC-Geschäftsführer Antonio Intini. In Chicago entsteht im November das nächste Projekt: „Wir expandieren und werden dort unsere US-Niederlassung einrichten.“

Erst vor zwei Jahren gründete sich PMC Rail aus dem Schulungszentrum der Deutschen Plasser heraus, ein Unternehmen für Baumaschinen des österreichischen Herstellers Plasser und Theurer. Durchschnittlich um die 450 Teilnehmer schult das zwölfköpfige Team von Intini im Jahr. Die Anzahl wollen sie in den kommenden Jahren auf bis zu 1000 erhöhen. Die Kapazitäten ihres aktuellen Schulungszentrums in Bingen reichen dafür nicht mehr aus.

„Am liebsten wären wir nach Frankfurt am Main gezogen“, berichtet Intini, „aufgrund der Nähe zu Bingen und der in Frankfurt ansässigen DB-Netzt AG.“ Doch ähnlich wie in Berlin und München fand das Unternehmen keine Fläche. Die Wahl fiel auf Leverkusen, „weil es unserem gesuchten Leistungsportfolio entsprach“.

Die Nähe zur Eisenbahninfrastruktur ist in der Bahnstadt gegeben, die internationale Fluganbindung durch den Düsseldorfer Flughafen ebenfalls und Fläche für das Schulungszentrum. „Leverkusen kann also durchaus stolz sein, das Rennen zwischen Frankfurt, Berlin und München für sich entschieden zu haben“, sagt Antonio Intini.