Leverkusen: Plasser — Bahnwerk in Opladen

Leverkusen: Plasser — Bahnwerk in Opladen

Auf 5,7 Hektar der Opladener Bahnstadt wird nun bayrisch gesprochen. Pünktlich zur Wintersaison ist das Instandhaltungswerk für Gleisbaumaschinen der Deutschen Plasser GmbH an der Quettinger Straße fertig.

Letzte neongelbe Sicherheitslinien werden gezogen. Und die Gleise, die aus der Waschstraße hinaus führen, erhalten noch eine Asphaltdecke für ihr Gleisbett. Bis auf letzte Verschönerungsmaßnahmen ist das neue Instandhaltungswerk für Gleisbaumaschinen der Deutschen Plasser GmbH an der Bahnstadt Opladen nach einem Jahr fertig. Pünktlich zu Beginn der Wintersaison — der Hauptsaison.

"In den Wintermonaten von November bis März kommen die meisten Aufträge", erzählt Plasser-Projektleiter Michael Bittmann. "Unser Ziel war es, bis dahin mit dem Bau des neuen Werks fertig zu sein." Ziel erfüllt. Die offizielle Eröffnung folgt Ende November.

Auf 5,7 Hektar des ehemaligen Geländes des Bahn-Ausbesserungswerks (geschlossen 2003) steht nun an der Quettinger Straße eine 120 Meter lange und 51 Meter breite Werkshalle, eine Waschstraße und ein Bürogebäude mit Schulungsräumen, Verwaltung und drei Angestellten-Apartments. "Hier wollen wir in Zukunft unsere eigenen Mitarbeiter ausbilden", sagt Bittmann. Zurzeit sind hier 20 Arbeiter beschäftigt — zum Teil ehemalige Mitarbeiter des Ausbesserungswerks.

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In die Werkshalle führen drei Gleise. Hier können die Gleisbaumaschinen im großen Stil repariert, gewartet und gesäubert werden. Eine Hebebühne sowie zwei Gleisgruben ermöglichen den Technikern, auch unter die tonnenschweren Maschinen zu schauen. Neben dem Gebäudekomplex befindet sich ein "Referenzgleis", auf dem die Gleismaschinen justiert werden sowie fünf weitere Gleise, die zum Erproben und Abstellen der Maschinen dienen.

Den Standort in Opladen hat die in München angesiedelte Firma bewusst neben weiteren Werken in Buchloe und Leipzig gewählt. "Rund 34 Prozent des deutschen Eisenbahnnetzes befinden sich in NRW", sagt Bittmann. "Hier sind wir 24 Stunden an das DB-Netz angeschlossen und somit an viele ICE-Strecken."

Neu ist die Deutsche Plasser, die dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, aber nicht in Leverkusen. Seit 2004 wurden an der Torstraße in einem kleineren Instandhaltungswerk bisher Fahrzeuge und Maschinen der Deutschen Bahn oder privater Unternehmen von der Münchener Firma instand gesetzt. "Die neue Halle, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Sängerheim des Opladener Germania-Chors befindet, ist hingegen doppelt so lang und vor allem maßgeschneidert", berichtet Bittmann.

Darüber hinaus gleicht das Werk einem Hochsicherheitstrakt. Jedes Türschloss ist mit einem Transponder ausgestattet, Schlüssel sind somit überflüssig. "Uns ist bereits ein Beamer abhanden gekommen", kommentiert Bittmann.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Deutsche Plasser: Instandhaltungswerk fertig

(RP)
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