Photovoltaikanlage wird Unterrichtsstoff an der Sekundarschule in Opladen

Schulausschuss : Photovoltaikanlage wird Unterrichtsstoff

Die Sekundarschule soll in zweifacher Hinsicht von der Installation einer Photovoltaikanlage profitieren, die am Montag in zwei Ratsausschüssen (Schule und Bauen) einstimmig beschlossen wurde. Christine Richerzhagen (CDU) gab als Schulpolitikerin zu Protokoll, dass ein Visualisierungsfeld an exponierter Stelle der Neukronenberger Schule wünschenswert sei, auf dem jederzeit Ertrag, Stromstände und eventuell weitere technische Daten abgelesen werden könnten.

Zudem wünschte sie sich, dass die neue Anlage, die im Zuge der Erweiterung des Verwaltungstraktes installiert werden soll, in den Lehrplan einbezogen werden soll. So könnte im Physikunterricht ganz anschaulich vermittelt werden, wie durch Sonneneinstrahlung mittels Solarplatten auf dem Dach Strom erzeugt werde.

Die Berechnung der Wirkungsgrade könnte Stoff des Mathematikunterrichts sein, zudem könne man Schülern daran den ökologischen und volkswirtschaftlichen Nutzen durch Einsparung primärer Energien erklären. Richerzhagen wies darauf hin, dass entsprechende Unterrichtsmaterialien zum Thema Photovoltaik für die Sekundarstufe (Klassen sieben bis zehn) vom Bundes-Umweltministerium als Paket bereitgestellt wurden. Eine Prüfung des Fachbereichs Gebäudewirtschaft hat ergeben, dass sich eine solche Anlage bei der Aufstockung des Verwaltungstrakt der Sekundarschule rentiere, weil sie über 65 Prozent des eigenen Strombedarfs decke.

Bei einem erwarteten Stromertrag von 50.000 Kilowattstunden jährlich würde die Umwelt um rund 22 Tonnen CO2 entlastet. Finanziert wird die Maßnahme mit Eigenmitteln aus dem Budget „kleinere energetische Maßnahmen aus dem Energiemanagement“.

Zu 90 Prozent vom Land NRW finanziert wird dagegen die Sanierung der Dreifach-Sporthalle des Landrat-Lucas-Gymnasiums. Entsprechend leicht fiel den Politikern im Schul- und Bauausschuss die Zustimmung zur Entwurfsplanung der Maßnahme, für die Gesamtbaukosten von 3,5 Mio. Euro veranschlagt werden. Dabei handelt es sich um die Fortführung der Innensanierung, nun sollen die Umkleiden und die veraltete Technik auf Stand gebracht werden.

Nach wie vor gefährlich sei die Verkehrssituationen vor Schulen, wenn am Morgen oder mittags die Elterntaxis vorfahren. Auch an den drei Schulen, wo versuchsweise Hol- und Bringzonen eingerichtet wurden, würden Eltern bis an den Schulhof fahren. An der Netzestraße stünden regelmäßig Fahrzeuge  im Halteverbot – mit Warnblinker, weiß Ratsherr Rüdiger Scholz (CDU). Carolin Maus (Schulverwaltung) stellte einen ausführlichen Bericht in Aussicht.

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