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Pfarrei in Rheindorf lädt zur Fastenaktion ein

Rheindorf : Fastenaktion fördert Umweltschutz

Die Pfarrei St. Aldegundis in Rheindorf lädt zu einer besonderen Aktion mit vielen Veranstaltungen ein. Thema: Gottes Schöpfung bewahren.

Viele Menschen verzichten in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern ganz bewußt auf liebgewordene Gewohnheiten, versagen sich Süßigkeiten, Zigaretten oder Alkohol. In der katholischen Pfarrei St. Aldegundis in Rheindorf will man in diesem Jahr während der Fastenzeit besonders aufmerksam machen auf das, was man üblicherweise so selbstverständlich hinnimmt und deswegen gar nicht angemessen wertschätzt.

Mit sauberem Wasser zum Beispiel, Energie oder Nahrungsmitteln wird zumeist achtlos oder gar verschwenderisch umgegangen. „Gottes Schöpfung schätzen – kleine Schritte zu einer lebenswerten Welt“ ist das Motto dieser Fastenzeit im Sinne von Nachhaltigkeit. Angeregt durch Jugendliche, die am Rhein Müll einsammeln wollten, kam Pfarrer Peter Beyer auf die Idee, diese Aktion zu einem ganzen Fastenprogramm auszuweiten.

Er suchte die Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk und dem NaturGut Ophoven, um gemeinsam mit Vertretern aus der Gemeinde ein Brainstorming zu veranstalten. „Da sind so viele Vorschläge zusammengekommen, dass es für drei Fastenaktionen reichen würde“, sagt Beyer. Und Britta Demmer vom NaturGut, stellte fest, dass man hier in Rheindorf gar nicht auf Anregungen ihrer Einrichtung angewiesen war. Sie half nur dabei, einzelne Ideen zu Veranstaltungen auszubauen und sie wird auch selbst mit vor Ort sein, beispielsweise um einen Workshop zum Thema Körperpflege und Mikroplastik zu leiten, bei dem die Teilnehmer selbst Pflegemittel herstellen werden – mit natürlichen Zutaten und ohne Kunststoffteilchen.

Aber vorher sind noch diverse andere Angebote geplant in den fünf Wochen zwischen dem Sonntag nach Karneval und Beginn der Karwoche. In jeder Woche wird ein anderer Schwerpunkt in den Blick genommen. Mit dem Zusatz „… und ich“ soll deutlich werden, dass es immer um die persönliche Auseinandersetzung geht. „Die Natur und ich“ macht den Anfang mit drei Veranstaltungen, die das Bewusstsein auf die (bedrohten) Schönheiten in unmittelbarer Umgebung richtet. Der offene Männertreff, der in Rheindorf schon lange zu Hause ist, lässt sich von einem Naturpädagogen ganz praktisch erklären, wie man den eigenen Garten insektenfreundlich gestaltet. Es findet eine geführte Vogelstimmenwanderung    an der Wupper statt.

Die Kita St. Joseph wird mit einer Eltern-Kind-Aktion ein Insektenhotel bauen. Eine solche Nisthilfe für kleine Nützlinge soll auch auf dem Rasenstück neben der Kirche aufgestellt werden, nachdem dort eine Wildblumenwiese eingesät wurde, um die Insekten weiter zu unterstützen. Um Essen geht es in der zweiten Woche. Neben dem Verkauf von fair gehandelten Produkten gibt es am 16. März auch ein Fastenessen, eine Suppe aus Bolivien.

Die meisten Veranstaltungen sind kostenlos, es werden Spenden gesammelt für einen Kindergarten in Uganda.