Petra und Thomas Leyen von der TSg feiern NRW-Pokal mit Aufstieg

Petra und Thomas Leyen : TSG feiert NRW-Pokal mit Aufstieg

Leverkusener Club richtet Finale mit 180 Tanzpaaren aus und begleitet den Aufstieg des Profi-Tänzerpaares Petra und Thomas Leyer in die höchste Klasse.

Rund 180 tanzbegeisterte Paare nahmen  am Abschlussturnier des NRW-Pokals in Leverkusen teil. Als Ausrichter fungierte zum dritten Mal in Folge die Tanz-Sport-Gemeinschaft Leverkusen (TSG), die einen Aufstieg feierte. Profi-Tänzer Thomas und Petra Leyer wechseln nach ihrem Finaleinzug in die höchste Klasse.

„Wer  sie kennt, merkt, wie nervös sie wirklich ist“, flüstert Marlene Claren, zweite Vorsitzende der TSG, während ihre Augen auf Petra Leyer gerichtet sind. Die 49-Jährige schaut mit offenem Blick und ernster Miene auf das Parkett, auf dem sie sich in wenigen Minuten mit ihrem Tanzpartner und Ehemann Thomas Leyer vor den strengen Blicken der Wertungsrichter präsentieren wird. Petra Leyer atmet tief durch, zupft ihr türkisfarbenes Kleid zurecht und fährt sich kurz über die streng zurückgekämmten Haare. Ihr Blick sucht den ihres Mannes. Er lächelt, nickt zuversichtlich und reicht ihr die Hand. Die TSG-Familie am Rande des Parketts klatscht Beifall.

Acht Paare, aufgeteilt in zwei Gruppen, treten in der zweiten Senior Klasse A an, darunter mit Andreas Trossen und Susanne Rothe auch ein weiteres TSG-Paar. Zwei Turniere des NRW-Pokals liegen bereits hinter ihnen. Den Leyers fehlen zwei Punkte zum Aufstieg in die S-Klasse. Wenn gleich die Musik ertönt, müssen sie alles abrufen, was sie in den vergangenen Monaten und Jahre so zielstrebig und ausdauernd geübt haben. Fünf Tänze trennen sie vom Finale. Ein langsamer Walzer ertönt, die Körperhaltung der Paare auf dem Parkett verändert sich, sie lassen sich wie Federn schwebend über die Tanzfläche gleiten. Sanfte Schritte folgen schwerelosen Drehungen. Bei der Anzahl an Paaren auf der Fläche besteht Kollisionsgefahr. „Eigentlich lernen sie das Ausweichen“, kommentiert Claren und zuckt mit den Schultern, als sich gleich mehrere Tänzer in einer Ecke verschanzen. Die Wertungsrichter notieren.

Danach folgt ein feuriger Tango, aus der Schwerelosigkeit wird Leidenschaft. Der Wiener Walzer im Anschluss macht sogar so manchen Zuschauer ganz schwindelig. Bei Slow-Fox wird erneut Eleganz und Körperhaltung deutlich. Zum Abschluss, die Königsdisziplin: Quickstep. Die Paare atmen tief durch, stellen sich auf. Als die Musik ertönt, hüpfen sie los. Eine gefühlte Ewigkeit bewegen sich die Tänzer quer über die Fläche, bis die Musik endet. Erschöpft verlassen sie das Parkett. Die Wertungsrichter ziehen sich zurück. Bald steht das Ergebnis fest. Petra und Thomas Leyer haben es ins Finale geschafft, der Aufstieg ist gesichert. Die TSG-Familie jubelt freudig mit.

Im Finale reicht es zwar nicht mehr für den erhofften Podiumsplatz (sie beenden das Turnier mit einem guten vierten Platz), doch das scheint nicht mehr so wichtig, betont Petra Leyer: „Wichtig war uns der Aufstieg vor heimischen Publikum.“