Parkraumbewirtschaftung: Kritik an städtischer Infopolitik

Opladen : Parken: Kritik an städtischer Infopolitik

Neues Bewirtschaftungskonzept in der Ruhlach startet. Anwohner fühlt sich zu spät in Kenntnis gesetzt.

Manfred König ist irritiert. Einerseits lobt er die neue Parkraumbewirtschaftung, die die Stadt für das Viertel um Rennbaumplatz und Ruhlach vorgesehen hat. „Schüler vom Berufskolleg und Krankenhaus-Besucher parken oft die Einfahrten zu“, berichtet der Anwohner.

Andererseits: Dass die Stadt nun a) das im Herbst vom Rat beschlossene Parkraumbewirtschaftungskonzept umsetzt, ohne die Anwohner rechtzeitig zu informieren und b) auch ohne Anwohnerinfo der Rennbaumplatz derzeit wegen Sanierung gesperrt ist, kritisiert König. „Es hätte eine Beschilderung hingehört. Da sind Leute über die Fürstenbergstraße in die Wiembachallee gefahren und kamen dann am Rennbaumplatz nicht weiter“, berichtet der Opladener.   Und: Die  Stadt müsste mit mehr Vorlauf die Anwohner über die künftigen Bewohnerparkausweise informieren, damit diese bestellt werden könnten. Der Schreck sei groß gewesen, dass am Rennbaumplatz auf einmal ein Parkautomat stand. „Der wurde erst nach zwei Tagen abgeklebt“, sagt König. In der Tat arbeiten die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) noch bis zum 9. August am Rennbaumplatz, dort wird die Fahrbahn saniert.

Die Stadt sagt, das Konzept werde nun umgesetzt. Derzeit werde es  im Gebiet  „Am Rosenhügel“ eingeführt. In der Ruhlach  zum 1. August, einen Monat später in Schlebusch. Im Bereich rund um die Wiembachallee reagiert die Stadt damit auf Anwohner-Beschwerden zu Dauer- und Langzeitparkern. Sie richtet ein alternierendes Parken ein mit festgelegten Zeiten für Bewohnerparken und freies Parken mit Parkscheibe. Der Rennbaumplatz wird per Parkscheinautomat bewirtschaftet. „Jeder Haushalt wird zeitnah vor der Einführung über die Bewirtschaftung schriftlich informiert“, sagt Stadtsprecherin Ariane Czerwon. Damit verbunden sei der Hinweis aufs Beantragen des Bewohnerparkausweises. Die eingegangenen Anträge würden umgehend bearbeitet. Für König kommt das ein bisschen spät. „Die Info hätte die Stadt schon früher verschicken sollen, damit Anwohner planen können.“

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