Parken Stauffenbergstraße: Anwohner fühlen sich im Nachteil

Opladen : Parken Stauffenbergstraße: Anwohner fühlen sich im Nachteil

Die Stadt gebe keine Anwohnerparkscheine aus, kritisieren mehrere Opladener, die nahe des nun gebührenpflichtigen Schotterparkplatzes wohnen.

Die FDP hat die Aussetzung der noch ganz frischen Parkgebührenregeleung auf dem Schotterparkplatz Stauffenbergstraße gefordert (wir berichteten). Ratsherr Friedrich Busch hat dabei festgestellt, dass Anwohner nun ob des kostenpflichtigen Parkplatzes auf die P&R-Flächen auswichen und so den Pendlern Plätze fehlten.

Ein Anwohner sieht  das anders. „Nicht die bösen Anwohner nehmen den Pendlern die kostenfreien P&R-Parkplätze weg, die Berufspendler nehmen den Anwohnern die wenigen vorhandenen kostenlosen Parkbuchten auf der Lützenkirchener Straße weg“, sagt er. „Morgens warten sie schon darauf, dass Anwohner ihre Parklücken verlassen. Wir können unsere Autos nicht mit ins Wohnzimmer nehmen. Hier gibt es einige Schichtarbeiter, die nach ihrer Nachtschicht entweder verzweifelt versuchen, irgendwo Geld für den Parkautomaten gewechselt zu bekommen, oder die notgedrungen auf dem P&R-Parkplatz parken“.

Eine Anwohnerparkberechtigung, die dann etwa auf besagtem Schotterparkplatz genutzt werden könnte, verweigere die Stadt  den Anwohnern. „So wird ein Schuh daraus. Im übrigen sind auch wir Pendler.“ 48 Euro im Monat fürs Parken auf dem Parkplatz Stauffenbergstraße seien viel Geld.

Der Opladener will auch Klimaschützern den Wind aus den Segeln nehmen: „Bei allem Verständnis, aber es kann nicht jeder auf sein Auto verzichten. Ich selbst arbeite im Schichtdienst in verschiedenen Gewerbegebieten in Köln, auch sonn- und feiertags und in der Nacht. Versucht mal Heiligabend um 0 Uhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu gelangen. Vor dem 27.12. wird das sehr wahrscheinlich nichts“, beschreibt der Mann seine Situation.

„Ein anderer Nachbar ist selbstständiger Handwerker und muss mit Werkzeug auf Baustellen. Einer unserer Mieter fährt Kinder zu ihren Auftritten und Veranstaltungen. Meine Lebensgefährtin fährt umweltbewusst mit der Bahn nach Wuppertal zur Arbeit. In den  vier Jahren, die sie hier in Leverkusen wohnt, war jedes Jahr diese Bahnstrecke für einige Zeit wegen Gleisarbeiten gesperrt. Was soll sie ihrem Chef denn sagen?“, fragt er rhetorisch. Zudem: Zu den alten Häusern an der Lützenkirchener Straße gehörten nun mal keine Garagenhöfe. Seine Kritik: Die Stadt trete ihre arbeitenden Bürger mit Füßen.

Auch andere Anwohner kritisieren die neuen Parkgebühren: „Diese gebührenpflichtige Regelung auf diesem Schotterplatz ist wirklich dämlich..., zudem es für die Anwohner bislang keine Möglichkeit gibt, Anwohnerparkausweise zu beantragen.“

(LH)
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