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Parken am Leverkusener Schloss Morsbroich: Im Anzug aufs Rad?

Morsbroich : Parken am Schloss: Im Anzug aufs Rad?

SPD und Grüne wollen keine Stellplätze im Landschaftsschutzgebiet. CDU schließt das nicht aus.

Nach dem Scheitern einer Parkpaletten-Lösung für Schloss Morsbroich lehnen SPD und Grüne weiterhin einen zweiten Parkplatz ab, so wie er im Konzept des Museumsvereins vorgesehen ist. Das geht aus einem gemeinsam eingebrachten Ratsantrag hervor.

 „Es erfolgt kein Eingriff ins Landschaftschutzgebiet zur Schaffung von Parkplätzen für das Schloss Morsbroich“, heißt es in dem Antrag. Alternativ sollen Parkplätze am Karl-Carstens-Ring (beidseitig) enststehen sowie an der Gustav-Heinemann-Straße. Zudem sollen Schlossbesucher die Kinikum-Parkhäuser nutzen – „jedoch ohne Zubau weiterer Parkflächen im Wald- und Naturschutzbereich“.  Als ergänzende Maßnahmen sollen

Stefan Hebbel (CDU): „Alles auf Anfang stellen.“ Foto: Bernd Bussang

alle Parkflächen im Umkreis des Schlosses auf der Homepage des Museums  mit Angabe der Laufzeit, eingestellt werden. Die aktuelle Belegung des Museumsparkplatzes soll über die Webseite abrufbar sein.Der Museumsparkplatz wird bewirtschaftet, Fahrradabstellplätze werden eingerichtet. Schließlich soll die Verwaltung prüfen, ob eine bessere Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr möglich ist, ebenso die Einrichtung eines Museumsbusses.

  CDU-Fraktionschef Stefan Hebbel spricht mit Blick auf die Parkplatzfrage unterdessen von einer „Hängepartie“ für das Museum und die dortige Gastronomie. „Wir sollten überlegen, ob wir nicht doch neue Parkplätze schaffen“, sagt Hebbel. Man könne den Besuchern nicht vorschreiben, mit welchem Verkehrsmittel sie ins Schloss kommen. „Ich würde mich ja auch nicht im Anzug auf das Fahrrad setzen“, sagt Hebbel.

Es waren immer wieder Zweifel aufgekommen, ob die vorhandenen 66 Parkplätze ausreichen, etwa wenn die in gemeinsamer Regie eines Gastronomen parallel zum Restaurantbetrieb vermieteten drei Säle des Schlosses durch Fest- oder Hochzeitsgesellschaften belegt sind und zudem der Kulturbetrieb im Museum läuft.

Hebbel rät: „Wir sollten alles auf Anfang stellen und den Museumsverein einbinden. Wir müssen alle im Gespräch bleiben und uns bewegen.“