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Pantomime an der Kükelhaus-Schule

Kreative Tage : Pantomime an der Kükelhaus-Schule

145 Schüler zeigten, was sie in den vergangenen Tagen gelernt haben. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

Es ist ein besonderer Tag. Das merkt der Besucher der Hugo-Kügelhaus-Schule sofort. Denn bereits der Eingang ist mit bunten Streifen geschmückt und verrät bereits zu Beginn, wohin die Reise geht. Denn bunt und vielfältig ist das Angebot der Schule mit Schwerpunkt Sonderpädagogik. Im Mittelpunkt stehen die menschlichen Sinne und kommunikative Fähigkeiten. Beim „Tag der Kultur“ zeigen die rund 145 Schüler, mit welchen Themen sie sich im vergangenen Jahr kreativ auseinandergesetzt haben. Egal ob Film, Malwerkstatt oder Musik – der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Zum Beispiel beim Tanz und Gesang von Iki Arkadasch. Die Schüler begleiten  mit Tamburin und Trommel ein Stück von Mike Oldfield. Das Ensemble ist aufgeregt, schließlich sind viele Zuschauer im Raum. Das bemerkt die Klassenlehrerin auch und unterbricht kurz: „Ich weiß, ihr seid nervös. Das ist doch auch okay. Ihr schafft das,  auf ein Neues“, sagt sie und startet den Song noch einmal. Die Anspannung löst sich recht schnell, der Rhythmus stimmt, und viele strahlende und stolze Gesichter sind zu sehen. Besonders beim Applaus. „Unsere Schüler sind an solch einem Tag natürlich aufgeregt. Normalerweise haben sie im Alltag ja viel Struktur und Routine. Bei so vielen Besuchern ist es dann wuselig und das merken sie sofort“, erläutert Stefan Esser, stellvertretender Schulleiter.

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Er freut sich besonders über den Auftritt von „Mime Art for Life“. „Die waren aber auch wirklich fantastisch“, ergänzt Schulleiterin Kordula Fundermann ganz begeistert. Die fünfköpfige südafrikanische Künstlergruppe ist in diesem Sommer auf Deutschlandtournee. Ihr Metier ist die Pantomime. Darauf lassen sich die Schüler während des Programms ein. Still sein und Bewegungen nachmachen – das löst auch gerne mal Gänsehaut aus. Am Ende der Show gibt es für jeden Schüler eine Clownsnase, die die meisten auch direkt aufsetzen.

Ruhe und Konzentration stehen nicht nur bei der Pantomime im Fokus. Die sogenannte Eat-Art-Aktion „Reis und Linsen“ fordert auf, leise zu sein: „Ein Künstler muss die Stille verstehen … Die Stille ist wie eine Insel in einem stürmischen Ozean“, heißt es auf dem Infoblatt vor dem Nebenraum. Bei dieser Aufgabe darf nicht gesprochen werden. Reiskörner und Linsen werden sortiert und gezählt. Ruhe, Konzentration, Feinmotorik und Achtsamkeit werden hier gefördert – und mit etwas Gefühl kann der Beobachter die Anspannung knistern hören.