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Leverkusen: Ostermarkt erfreut auf der ganzen Linie

Leverkusen : Ostermarkt erfreut auf der ganzen Linie

Den Pelz pink, gelb und grün gefärbt, hier und da eine Sonnenbrille oder ein Hütchen als Accessoire – die Keramik-Schafe von Heiko Prigge stachen auf dem diesjährigen Ostermarkt besonders hervor und zogen die Blicke der Besucher auf sich. "Da es in Deutschland nur noch Eis und Schnee gibt, mussten wir sie anmalen, damit man sie auch entdeckt", scherzte der Händler aus Baunatal in der Nähe von Kassel.

Den Pelz pink, gelb und grün gefärbt, hier und da eine Sonnenbrille oder ein Hütchen als Accessoire — die Keramik-Schafe von Heiko Prigge stachen auf dem diesjährigen Ostermarkt besonders hervor und zogen die Blicke der Besucher auf sich. "Da es in Deutschland nur noch Eis und Schnee gibt, mussten wir sie anmalen, damit man sie auch entdeckt", scherzte der Händler aus Baunatal in der Nähe von Kassel.

Gefallen würden die Tiere mit dem drolligen Gesichtsausdruck den meisten Passanten, allerdings kämen sie so manchem aber auch ein wenig zu extravagant daher: "Einige trauen sich dann doch nicht, sie zu kaufen, da fehlt der letzte Schritt", berichtete Prigge. Gelegenheit, sein Geld anderweitig auszugeben, gab es an den drei Markttagen jedenfalls genug: In der Fußgängerzone boten mehrere Händler unter anderem österliche Dekoartikel, Schmuck und Pflanzen feil, gestern hatten zudem einige Trödler ihre Stände in der Bahnhofstraße aufgebaut.

Das niederländische Familienunternehmen "Landgoed Plant" lockte mit Gewächsen für den heimischen Garten und Balkon — das Sortiment hielt einige ausgefallene Pflanzen bereit: "Wir haben hier unter anderem spanischen Ginster und toskanische Rosen", sagte Mitarbeiter Jürgen Ende. "Das sind außergewöhnliche Pflanzen, weil sie endlos lange blühen — bis Oktober bzw. November." Kulinarisch gesehen hielt der Markt in diesem Jahr eine Premiere bereit: Obstbauer Leo Wagels aus Heinsberg verkaufte an seinem Stand alles rund um den Apfel. Bevor die Kunden ihr Portemonnaie zückten, durften sie aber von den Likör-, Gelee- und Apfelsorten sowie dem frisch gepressten Saft kosten. Am begehrtesten war der Apfel-Hefe-Pfannkuchen: "So zubereitet, wie ihn Oma noch gemacht hat", sagte Wagels, der das Rezept von seiner "eingeheirateten Großmutter" übernommen hat. "Wir versuchen, den alten Geschmack wieder aufleben zu lassen", betonte der Obstbauer. "Wir haben hier viele ältere Kunden, die so einen Pfannkuchen mit Hefe seit Jahren nicht mehr gegessen haben — so etwas kriegen Sie im Altenheim ja nicht." Markt-Organisator Georg Ott war froh, den Obstbauern in diesem Jahr dabei zu haben: "Dafür haben wir lange gebaggert", verriet er, "der ist immer auf Jahre ausgebucht".

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Wem es nicht nach Äpfeln stand, konnte etwa auf hartgekochte Eier zurückgreifen: Die Schüler Tim Pukall und Karim Benhicham zogen im flauschigen Ganzkörper-Hasenkostüm durch die Fußgängerzone und verteilten das Wochenende über insgesamt 1000 bunt gefärbte Exemplare an die Besucher.

(jube)