Opladener Weihnachtsmarkt ist gemütlicher geworden

Weihnachtsmarkt in Opladen : Einmal „Advent in der Tüte“, bitte

Im „Bergischen Dorf“ gibt’s  Allerlei zu kaufen und zu schnabulieren. Und der KiJu verschenkt etwas Besonderes: „einen Hauch Weihnachten“.

Wer in den vergangenen Tagen den Opladener Weihnachtsmarkt besuchte, der wird schnell festgestellt haben, dass nicht nur Altbewährtes gut funktioniert, sondern dass gerade die Neuerungen für eine gemütlichere Atmosphäre sorgen. Dafür sind unter anderem die erweiterten Illuminationen rund um das Bergische Dorf und der pompöse, diesmal schön gerade, Weihnachtsbaum am südlichen Eingang der Fußgängerzone verantwortlich. Aber auch die Neugestaltung der Flaniermeile hat das gewisse Etwas. Glühwein trinken, Deftiges oder Süßes verspeisen und Dekoartikel oder kleinere Weihnachtsgeschenke besorgen – das steht bei den Besuchern im Vordergrund. „Dieses Jahr ist es definitiv viel gemütlicher. Die Auswahl und Aufteilung von Gastronomie, Verkaufsstände und Handwerkerhäuschen für Vereine ist sehr gelungen“, sagt Nicole Richartz. Sie ist am Handwerkerhäuschen Nr. 5 für den Verein „KiJu“ der evangelischen Kirche anzutreffen – direkt zwischen dem Bach-Chor, der Liköre, Himbeeressig und Ähnliches verkauft und der GGS Opladen, deren Vertreter Waffeln backen, um die Schulkasse etwas aufzufüllen. Die Vorstandsvorsitzende ist bereits das dritte Jahr für den Verein, der sich für Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde einsetzt, mit einem besonderen Konzept vor Ort: „Wir verschenken einen Hauch von Weihnachten“, sagt sie. Der Stand verkaufe nichts, sondern möchte Kindern, Familien aber auch Erwachsenen eine Kleinigkeit in der Adventszeit mitgeben. „Einige Menschen sind kritisch und können gar nicht glauben, dass wir wirklich etwas schenken“, ergänzt sie. Doch mit dem „Advent in der Tüte“ passiere genau dies. Sie verspricht eine Auszeit vom Alltagsstress. Der Inhalt: eine Kerze, Plätzchen, Tee und eine Adventsgeschichte. Rund 150 Advents-Tüten haben die Mitglieder des Vereins zuvor liebevoll gebastelt. Alleine dies fördere das Miteinander und sei bereits für die Vorbereitenden eine gelungene Veranstaltung. Der KiJu-Adventsstand spreche sich mittlerweile rum. In diesem Jahr kam erneut eine Schulklasse der Remigiusschule vorbei, um lautstark und unter Anfeuerung von Klassenkameraden am Glücksrad zu drehen und Waffeln zu essen.

Für die Pänz werden kleinere Präsente von Sponsoren oder frisches Obst und Nüsse verteilt. „Aber auch ältere Menschen freuen sich ungemein über ein kleines Pläuschchen“, erzählt Nicole Richartz. Gerade, dass sich die Menschen dadurch wertgeschätzt fühlen und lächeln, weil man sich Zeit für sie nehme, gebe viel Kraft zurück.

In den vergangenen Tagen habe es auch ab und an ordentlich geregnet. Da fürchteten die KiJu-Mitglieder, dass dieses Jahr die Advents-Aktion ins Wasser falle. Doch die Leute seien trotzdem auf den Straßen unterwegs. Das sei Beweis genug, dass der Weihnachtsmarkt in Opladen gut angenommen werde, sagen sie.

Dem stimmt auch Dirk Pott zu. Der Organisator des Weihnachtsmarktes von der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) bekommt viel positive Resonanz: „Die meisten Besucher freuen sich über die neue rot-weiße Deko. Ihnen fallen die schöneren Büdchen und die vielfältigen Handwerkerhäuschen auf, aber auch die neue Bühne“, berichtet er. Die Krippe am Eingang der Fußgängerzone Höhe Aloysius-Kapelle sei ein Hingucker und locke viele Besucher an. Das Ziel des diesjährigen Weihnachtsmarktes sei erfüllt: Die besinnliche Zeit familiärer und gemütlicher gestalten.

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