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Opladener Händler gehen auf Passanten zu

Mit der Aktionsgemeinschaft : Opladener Händler gehen auf Passanten zu

Jeden Samstag auf dem Frischemarkt: Gewerbetreibende machen auf sich und ihre Angebote aufmerksam. Außerdem wurde ein Service- und Online-Wegweiser erstellt.

„Es ist ruhig in den Einkaufsstraßen von Opladen“, bemerkt Silke de Roode, als sie die obere Kölner Straße entlangläuft. Doch der Eindruck täuscht, weiß die Stadtteilmanagerin, denn hinter geschlossenen Türen wird viel Service angeboten. Sie war in den letzten Monaten im regen Austausch mit den Einzelhändlern, Dienstleistern und Gastronomen von Opladen und hat daher – gemeinsam mit 32 Akteuren – den Service- und Online-Wegweiser Opladen erstellt.

In der 52-seitigen Broschüre präsentieren sich die Opladener Unternehmer mit ihren Service- und Online-Angeboten. „Mit dem Wegweiser wollen wir aufzeigen, dass die Einzelhändler und Gastronomen sich neu ausgerichtet haben und zahlreiche Angebote für ihre Kunden vorweisen“, erläutert de Roode.

„Wir sind noch da, auch wenn die Ladentüren nicht wie gewohnt aufstehen“, sagt Ulrike Walter, die nach wie vor täglich in ihrem Nähstudio auf der Kölner Straße anzutreffen ist. Telefonisch als auch über Videocall ist sie für ihre Kunden erreichbar und berät sie in gewohnter Qualität. Ware kann nach vorheriger Terminvereinbarung vor Ort abgeholt werden.

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Zwei Häuser weiter betreibt Angelika Huth ihr Geschäft, das „FachWerk“. Sie präsentiert regelmäßig aktuelle Angebote bei Facebook und Instagram. „Meine Kunden können ihre Bestellungen über Messanger und WhatsApp an mich richten oder einfach anrufen“, erklärt sie. Gutscheine werden digital verschickt.

 „Die Unternehmerinnen und Unternehmer sind kreativ geworden“, freut sich de Roode, die die unterschiedlichen Angebote gesammelt und in dem Wegweiser zusammengefasst hat. „Für die Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen ist es überlebenswichtig, dass die Kunden wissen, wie sie trotz Pandemie erreichbar sind. Sichtbar bleiben und auf sich aufmerksam machen – das ist in diesen Zeiten mehr als sonst entscheidend für den Unternehmenserfolg“, unterstreicht die Stadtteilmanagerin.

Entsprechend entstand gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Opladen e. V. (AGO) die Idee, den Gewerbetreibenden jeden Samstag auf dem Frischemarkt, die Möglichkeit zu bieten, sich mit einem Infostand ihren potenziellen Kunden zu präsentieren und auf Angebote aufmerksam zu machen. „Wir bemühen uns, die Einzelhändler und Gastronomen im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen“, sagt Dirk Pott, der den Frischemarkt organisiert. Zuletzt nutzten Ulrike Walter, Angelika Huth und Silke de Roode die Informationsstände.

De Roode nahm die Gelegenheit wahr, um den Service- und Online-Wegweiser an die Passanten zu verteilen, Walter brachte sich ihren Kunden und potentiellen neuen Käufern mit Knöpfen in Erinnerung, und Huth verschenkte Sticker mit der Opladen-Silhouette, an die sie ihre Visitenkarte heftete. „Für ein lebendiges Zentrum sind die Gastronomen und kleinen eigentümergeführten Geschäfte so wichtig“, meint die Stadtteilmanagerin und appelliert an die Passanten, ihre Einkäufe lokal zu tätigen. „Die Pandemie geht vorüber, und dann möchten alle gerne wieder in Opladen flanieren, speisen und konsumieren. Das funktioniert aber nur, wenn der lokale Handel in diesen schweren Zeiten unterstützt wird“, ruft de Roode zum lokalen Shoppen auf.

Mit Leidenschaft hat die Stadtteilmanagerin in den vergangenen fünfeinhalb Jahren die Entwicklungen in Opladen mit vorangetrieben, ist begeistert von der Mitwirkungsbereitschaft der Gewerbetreibenden, der Immobilieneigentümer und der AGO sowie der Unterstützung durch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Leverkusen. „Gemeinsam haben wir so viel geschafft, wir meistern auch diese Krise. Aber jeder trägt ein Stück Verantwortung, dass Opladen ein lebendiges und liebenswertes Zentrum bleibt.“

(bu)