Opladener Fußgängerzone ist offiziell eröffnet

Nächster Schritt im Stadtteilentwicklungskonzept erreicht: Die Opladener Wasserspiele sind eröffnet

Die neue Fußgängerzone ist nun offiziell. Ohs und Ahs und Lob gab es von allen Seiten. Neben der Politik kamen am Freitag auch viele Bürger. Spatenstich zum Umbau war im Februar. Die Planungen hatten Jahre zuvor begonnen.

Hingucken lohnt sich. Vor allem bis Sonntag. Denn bis dahin wird es vor dem Winterschlaf noch sprudeln, das neue Wasserspiel an der Bahnhofstraße, das am Freitag Oberbürgermeister Uwe Richrath zu dem Satz hinriss: „Ich hab die Badehose dabei, Du auch, Rainer?“ Gemeint war Bezirksvorsteher Rainer Schiefer, der lachend abwinkte.  Gelöste Stimmung bei der Eröffnung der umgestalteten Opladener Fußgängerzone.

Thomas Wündrich, Uwe Richrath und Rainer Schiefer und Wolfgang Herwig (TBL, v.r.) legten eher symbolisch nochmal Hand an die neuen Steine an. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Zu dem Ereignis war zum Treffpunkt an der Aloysiuskapelle gekommen, wer politisch und gesellschaftlich Rang und Namen hat: Fraktionschefs und Ratspolitiker,  viele Vertreter aus dem Bezirk II, von der Wirtschaftsförderung Leverkusen. Aber eben auch viele Bürger. Gut so. Denn  viele hatten die Chance zur Mitgestaltung des Stadtteilentwicklungskonzepts  (Stek) genutzt, haben dabei mitgewirkt, den Strukturwandel in Opladen weiter zu vollziehen, sagte Richrath und erinnerte an die Schließung des Eisenbahnausbesserungswerkes  Anfang der 2000er, viele hätten sich perspektivlos gefühlt, auch für den Stadtteil kaum Perspektiven gesehen. Dann der Umschwung, die Entwicklung der Industriestruktur hin zum Stadtquartier Bahnstadt und auch zu einem Stadtteil „mit Zukunftspotential“, betonte er. Die Fußgängerzone sei das Bindeglied zwischen dem neuen Teil Opladens und dem Herzen des Stadtteils. Alt und Neu verbinden, das sei in der Fußgängerzone bildlich gelungen: „Hier wurden alte und neue Ziegel miteinander verbunden.“

Elisa Weinert (9) testete das Wasserspiel ganz ausführlich. Foto: Ludmilla Hauser

Rainer Schiefer knüpfte an: „Bürger haben mich angesprochen, warum es diesen weißen Teppich gebe, der sei doch jetzt schon mit Flecken übersät“, erzählte Schiefer im Plauderton: „Ich konnte beruhigen. Wenn der Weihnachtsmarkt vorbei ist, dann kommt die Großreinigung.“ Dafür dürfe sich jeder zu Hause den Schrubber bereitstellen, scherzte er. Bürgerbeteiligung eben. Für das Wasserspiel und die Bänke („Ich dachte beim Aussuchen: Lieber Himmel, schwarze Bänke? Aber die Bürger sind begeistert. Heute kann man sagen: Wir haben die schönsten Bänke im Umkreis“) hört Schiefer nur Lob.

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Baudezernentin  Andrea Deppe lobt die Zusammenarbeit mit den Geschäftsleuten. Und dass bei Hindernissen wie  zuletzt aufgetauchten Sicherheitsbedenken rasch umdisponiert werde und lange und kurze Bänke an Kölner, Bahnhof- und Goethestraße so getauscht werden konnten, dass die Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind und die Goethestraße durch größere Bänke profitiert.

Der Einweihungstross zog zum neuen Blickfang der Fußgängerzone, dem Wasserspiel, das nicht nur mit Wasser spielt, sondern dazu mit Wasser-Farben, sprich farbiger Beleuchtung der Fontänen. Während die Erwachsenen klatschten, als ein Herr im Technik-Schacht die Wasserspiele zum Leben erweckte, vollzog Elisa Weinert (9) den Praxistest, hüpfte zwischen den Fontänen, lachte und lobte: „Sehr, sehr, sehr, sehr gut find’ ich die. Weil sie schön sind für die Stadt, und weil Kinder hier Spaß haben.“

Spaß hätte Planer Thomas Wündrich (Büro Wündrich/WES)   noch an einem i-Tüpfelchen: dem Kronleuchter im Kreuzungsbereich Bahnhof- und Kölner Straße. Ob er kommt? „In diesem Jahr nicht mehr“, sagt Stefan Karl von der Stadt. Zunächst müssen Bauaufsicht, Denkmalschutz, Feuerwehr und Eigentümer zustimmen. Daran werde gearbeitet. Ohne Bürger. Aber an die hatte Schiefer noch eine Bitte: Passt alle auf die neue Fußgängerzone auf, damit sie erhalten bleibt und nicht von Sprayern verdorben wird.“

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