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Leverkusen: Opladen: "Wollust-Club" an der Humboldtstraße

Leverkusen : Opladen: "Wollust-Club" an der Humboldtstraße

"Party, Spaß und Erotik" sollen bald Einzug in die Humboldtstraße halten – mit "wechselnden (inter-)nationalen Boys zum Entspannen und Spaß haben in verschiedene Separées und Zimmern auf zwei Ebenen".

"Party, Spaß und Erotik" sollen bald Einzug in die Humboldtstraße halten — mit "wechselnden (inter-)nationalen Boys zum Entspannen und Spaß haben in verschiedene Separées und Zimmern auf zwei Ebenen".

So wirbt der "Club Lechery", der am 1. Dezember an der Humboldtstraße 3 eröffnet. "Wir sind ein Herren-Club", erklärt Geschäftsführer Uwe Lengner-Reinert. Der Kölner und sein Sohn, mit dem er gemeinsam den Club betreibt, haben erkannt: "In Leverkusen gibt es Bedarf an einem Schwulenclub, aber keine ordentlichen Treffpunkte." Wer wolle, könne zwar am Steinbücheler Weiher schnellen Sex finden. Aber: "Wir wollen der Szene mehr Stil, Diskretion und Gemütlichkeit bieten. Dabei legen wir allerdings Wert darauf, dass wir kein Bordell sind, sondern ein ,House of Boys'."

"Wer rein will, muss klingeln"

Jeder Mann könne "ganz normal reinkommen, auch wenn er nur ein Bier an der Bar trinken möchte." Wer mehr wolle, der könne einen der "Boys" mieten, die dort selbstständig arbeiten. Für das, was dann folgt, stünden Zimmer oder Separées zur Verfügung, im Keller ein Whirlpool und ein Andreaskreuz — ein Sado-Maso-Möbelstück, an das man sich fesseln lassen kann.

Dass die Stadt gerade daran arbeitet, Opladen zu attraktivieren, Studenten und junge Familien anziehen möchte, sei kein Problem, findet Lengner-Reinert. "Von außen ist der Club ein ganz normales Gebäude, es werden keine sexistischen Sachen zu sehen sein, wer rein möchte, muss klingeln", erklärt der Geschäftsführer. In Köln gebe es ein Überangebot an Schwulen-Kneipen, die meisten aber hätten ein Schmuddel-Image — der "Club Lechery" dagegen solle ein hochwertiger Club werden. Der Name komme im Übrigen aus dem Englischen, erklärt er: "Er steht für Wolllust und Begierde."

Fünf Euro Eintritt nimmt Lengner-Reinert, der Zutritt ist ab 18 Jahren erlaubt. Bezirksvorsteher Rainer Schiefer wird nicht zu den Gästen gehören. Er findet: "Ein solches Etablissement gehört nicht in die Stadt, das ist total daneben. Das Ordnungsamt wird prüfen müssen, ob das nicht abgelehnt werden kann."

(RP/top)