1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Opladen: Flüchtlingsunterkunft  an der Sandstraße ist fertig

Bezug in Opladen ab November : Flüchtlingsunterkunft Sandstraße ist fertig

Ende des Monats gibt es einen Tag der offenen Tür für Nachbarn, im November ziehen die ersten Bewohner in die neuen Häuser ein. Das Neubau-Projekt in Opladen hat 18 Millionen Euro gekostet,

Montag gab es im Viertel rund um die Sandstraße in Opladen Post für die Anwohner: eine Information „zur Eröffnung des, ,Ersatzbau Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge’ Sandstraße“, heißt es in der Betreffzeile. Weiter unter steht: „Da der Neubau der Flüchtlingsunterkunft Sandstraße kurz vor seiner Fertigstellung steht, lade ich Sie zu einem ,Tag der offenen Tür’ ein, um Nachbarn und interessierten Bürgern die Möglichkeit zu bieten, einen Einblick zu erhalten, wie die künftigen Bewohner in der Sandstraße leben werden.“ Unterschrieben hat die städtische Post Oberbürgermeister Uwe Richrath.

In kleinen Gruppen von fünf bis sechs Personen sollen am letzten Donnerstag im Oktober die halbstündigen Führungen laufen. Anwohner können sich bis diese Woche Freitag anmelden. Beim Termin will Sozialdezernent Alexander Lünenbach „die inhaltliche Ausrichtung der Unterbringung im Rahmen des Leverkusener Integrationskonzeptes“ vorstellen, kündigt die Stadt an.

Kommenden Montag will die Verwaltung das fertiggestellte 18-Millionen-Euro-Projekt – so jedenfalls die vor Baubeginn veranschlagten Kosten – der Presse präsentieren. Anfang November sollen die ersten Bewohner in die neuen Häuser einziehen. Wie viele Menschen dann die neuen Räume nutzen werden und weitere Details verrät die Verwaltung unter Verweis auf den Termin am Montag noch nicht. Fakt ist: Der Bau wird etwas früher fertig als ursprünglich gedacht. März 2021 war avisiert worden.

Fakt ist zudem: Wer auf der Sandstraße an den Hausnummern 69 bis 71 vorbeifährt, sieht von der Unterkunft hauptsächlich das, was er auch vor dem Umbau gesehen hat: eines der bestehenden Wohnhäuser, dahinter lassen sich Neubauten erahnen. Diejenigen, die auf dem Feldweg hinter der Gebäudeanlage regelmäßig entlangspazieren, haben den Baufortschritt seit Start der Arbeiten im Frühjahr 2019 Schritt für Schritt verfolgen können. Und sieht nun beige verklinkerte Flachdachbauten mit Feuertreppen, alles in ansprechender Architektur, der Blick aus den Fenstern der oberen Etagen geht auf die angrenzenden Felder. Ein Zaun steckt die Grenzen zwischen erster Bleibe für Menschen aus Krisengebieten und der landwirtschaftlichen Fläche drumherum ab.

Auf dem Areal sind 84 neue Wohneinheiten in den Neubauten entstanden, die 350 Flüchtlingen Platz bieten sollen. 100 weitere Schutzsuchende kommen in den Bestandsgebäuden unter. Die Stadt will die Flüchtlinge so an einer Stelle unterbringen, bisher waren die Menschen über verschiedene Häuser und Wohncontaineranlagen im Stadtgebiet verteilt. Massive Gebäude – Fußbodenheizung, Wärmedämmung an Fassaden und Fenstern, Blockheizkraftwerk – seien „auf Dauer wirtschaftlicher“, hatte die Stadt während des Baus betont. „Wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, braucht es eine große Stabilität der Gebäude“, hatte auch Baudezernentin Deppe verdeutlicht. Eine Sanierung der Altbauten wäre nicht wirtschaftlich gewesen.

Untergebracht sind die Flüchtlinge in 50 Quadratmeter großen Appartements mit zwei Schlafzimmern und jeweils zwei Betten, offener Küche, Toilette und Dusche. Sechs Wohnungen sind barrierefrei und rollstuhlgerecht angelegt. Zudem gibt es einen Funktionstrakt etwa mit Schulungs- und Beratungsräumen, Waschautomaten und einem Fitnessraum. Im Außenbereich – auf Balkons wurde verzichtet – sind Sport- und Spielflächen vorgesehen.