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Opladen: Die Blumenwerkstatt Villa Böck ist in die Neustadt gezogen

Serie Mein Laden : Die Villa Böck ist jetzt in der Neustadt

Frische Blumen-Arrangements unter kühlenden Kastanien: Die Blumenwerkstatt ist an die Karlstraße gezogen. Die Räume, in denen vorher das „Stubenküken“ untergebracht war, hat Christiane Hofacker nun mehr Platz.

Unter Blumenfreunden und Liebhabern geschmackvoller, ausgefallener Deko ist die Villa Böck, die Floristin Christiane Hofacker 2003 an der Altstadtstraße eröffnete, schon lange kein Geheimtipp mehr. Kein gewöhnlicher Blumenladen, sondern kreativer, inspirierender Ort. Ab sofort hat die Blumenwerkstatt Villa Böck eine neue Adresse: Karlstraße 22.

Kunden, die besonders die lauschige, etwas aus der Zeit gefallene märchenhafte Atmosphäre im kleinen Fachwerkhäuschen liebten, werden am neuen Standort nichts vermissen. Alles ist großzügiger, weitläufiger, aber ihrem eigenen Stil sind sich Christiane Hofacker und ihr Team ebenso treu geblieben wie dem Qualitätsanspruch und dem etablierten Namen. Sogar das alte Geschäftsschild aus der Altstadt ist ist mit umgezogen in die Neustadt, wo es nun vor richtigen Schaufenstern hängt.

Zu viert, Mutter Ruth May-Hoppe immer unermüdlich dabei, haben sie vor der Eröffnung den ganzen Tag frische Schnitt-Blumen in große Kübel drapiert und zu einer Pyramide in Rosa bis Lila, Weiß und Grün arrangiert. Üppige Hortensienblüten, Rosen, Astern, Dahlien, Bartnelken, Tausendschön und Schafgarbe dominieren. Sie haben Unmengen an Gestecken, Kränzen und Sträußen vorbereitet und Gartenpflanzen in schöne Gefäße getopft. Die Arbeit mit Blumenerde kann jetzt im lauschigen Innenhof versehen werden und krümelt nicht mehr wie früher den Verkaufsraum zwischen Bindetisch, Kasse und Kaffeemaschine voll.

Christiane Hofacker ist rundum glücklich mit dem Umzug, der für sie eine glückliche Fügung war. Was Kunden als so malerisch empfanden, war für sie die reinste Knochenarbeit, weil sie ständig  – mit Blumen, Gefäßen oder Steckmaterialien  – drei steile Treppen vom Keller bis zum Spitzboden hinauf- und hinuntersteigen musste. Jetzt ist alles ebenerdig, sieht man mal von drei kleinen Stufen ab.

Wie vorher lassen sich drei Verkaufsbereiche unterschiedlich Ton in Ton gestalten. Alle Wände sind in verschiedenen Grau-Nuancen gestrichen, ebenso edel wie zurückhaltend-neutral und damit passend für das wechselnde Pflanzen-Angebot in jeder Jahreszeit. Es gibt ein rosa Zimmer und eines in Grau-Silber. Die Aufteilung des Ladens ist wie für Corona-Verhältnisse geschaffen - als Rundlauf. Es gibt sogar einen abgeschlossenen Küchen- und Arbeitsraum und eine Kundentoilette. Vorne, im großen Verkaufsraum steht ein alter Esstisch, der manchem bekannt vorkommen wird.

Den hat die Floristin wie viele andere Möbelstücke „zu einem guten Preis“ von Vermieterin Nicole Sammet übernommen, die in diesem Ladenlokal früher ihr Geschäft „Stubenküken“ hatte. Auch der weiße Apothekerschrank, in dem eine große Auswahl an Gläsern, Vasen und Übertöpfen ausgestellt ist, blieb drin. „Der ist nur geliehen“, erzählt Christiane Hofacker und zwinkert: „dafür gibt es jede Woche einen frischen Blumenstrauß.“

In der Karlstraße ist Hofacker längst angekommen. Während der Renovierungszeit hat sie die Beete an den Kastanien-Bäumen, die aktuell für angenehme Kühle im Laden sorgen, gemulcht und bepflanzt. Sie fegt, sammelt den Müll auf und hat mit ihrer Fürsorge schon die Nachbarschaft angesteckt. Mit den Mitgliedern des Jungen Theaters gegenüber hat sie sich angefreundet, dort auch Unkraut entfernt, wo sie im Gegenzug das Auto parken darf.

Künftig wird man in der Blumenwerkstatt auch Theaterkarten verkaufen. Für den erwarteten Ansturm der neugierigen Stammkundschaft ist alles gut vorbereitet.  Und die wie neue Kunden müssen nur eines beherzigen: Eintritt nur mit Maske.