Leverkusen: OP Plus: Veranstaltungshalle gefährdet Forum und Scala

Leverkusen: OP Plus: Veranstaltungshalle gefährdet Forum und Scala

Ein Investor aus Köln will fünf Millionen in eine Veranstaltungshalle auf dem früheren Eumuco-Gelände in Manfort stecken. Diese Nachricht von Anfang Mai sorgt für Unruhe in der Leverkusener Politlandschaft.

Der Investor will in der früheren SUT-Halle vorwiegend Konzerte veranstalten. Das Ganze muss noch mit der neuen Vergnügungsstättenverordnung überein gebracht werden. Während sich die städtische Wirtschaftsförderung positiv äußerte - "Die Etablierung einer Veranstaltungshalle auf dem Eumuco-Areal stellt eine städtebaulich gewünschte Ergänzung zum bereits bestehenden Gewerbe dar und trägt dazu bei, den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Leverkusen langfristig zu stärken" -, ist die Politik nicht gänzlich überzeugt.

Im jüngsten Bauausschuss hatte der Investor im nichtoffiziellen Teil die Pläne vorgestellt. Offenbar nicht überzeugend genug: "Die geplante Veranstaltungshalle bzw. das Vergnügungszentrum im ehemaligen Eumuco-Gelände wird nicht genehmigt", fordert die Wählergruppe Opladen Plus in einem Antrag. Stephan Adams und Markus Pott begründen: "Die ... vom Investor vorgestellten Pläne stellen Veranstaltungsflächen dar, die Formate zwischen 500 und 3000 Besucher zulassen." Damit bediene das geplante Veranstaltungszentrum "einen Markt, in dem sich neben dem Forum auch die Ostermann-Arena bewegt und ebenfalls das wichtige wie gleichermaßen erfolgreiche Scala in Opladen".

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Forum und Ostermann-Arena seien Veranstaltungsorte, die die Stadt als "Daseinsvorsorgeeinrichtungen" vorhält. Sie stehen derzeit nicht in Frage und müssen so gut es geht ihre Kosten am Markt erwirtschaften. Es macht keinen Sinn, den hier tätigen stadteigenen Betrieben, KSL und SPL, das Leben noch zu erschweren", moniert Adams.

Das Scala bereichert das kulturelle Leben mit rund 150 Veranstaltungen pro Jahr - ohne städtischen Zuschuss. "Es wäre sehr töricht, diesem Betrieb das Leben schwer zu machen, womöglich im schlimmsten Fall in seiner Existenz zu bedrohen durch die Neuzulassung eine Veranstaltungshalle, zu der die Mehrheit zudem noch mit dem Auto anreisen muss." Adams und Pott kritisiert zudem die mauen Investor-Ausführungen zu den Veranstaltungen in Manfort. Auch die Bürgerliste hatte eine "höchst ungenügende" Information hinsichtlich der geplanten Halle beklagt. Ab Juni geht das Thema nun nochmal in die Bezirksvertetung I und den Stadtrat.

(RP)