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Leverkusen: OB legt Lösung für die Hitdorfer Verkehrsprobleme vor

Leverkusen : OB legt Lösung für die Hitdorfer Verkehrsprobleme vor

Stadt will Hitdorfer und Ringstraße aus- und umbauen. Das Land soll sagen, ob es die Umgehungsstraße bauen will. Für A59-Abfahrt wird Kreisverkehr geplant.

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn wurde von einem Teil der Hitdorfer Bürger scharf kritisiert. Sie beklagten sein Verhalten zu den Hitdorfer Verkehrsproblemen. Jetzt legte der Stadtchef der Bezirksvertretung I und dem Stadtrat ein Beschlusspapier vor, das die Ergebnisse der Bürgerbefragung aufnimmt und das den Beschluss zum Verkehrskonzept berücksichtigt. Der Bezirk soll dazu eine Sondersitzung abhalten, der Stadtrat wird am 18. März entscheiden.

Die Vorschläge

1. Die Politiker sollen die Stadt beauftragen, "das von der Verwaltung vorgeschlagene Verkehrskonzept Hitdorf mit dem Aus- und Umbau der Hitdorfer Straße und der Ringstraße umzusetzen", schlägt Buchhorn vor. Das Geld für den Umbau der Hitdorfer Straße (2,7 Mio. Euro) und den Ausbau der Ringstraße (2,2 Mio Euro) hat die Stadt im Etat schon reserviert.

2. Gleichzeitig soll die Stadtspitze bei den zuständigen NRW-Ministerien schriftlich erfragen, ob es eine Realisierungsmöglichkeit für den Bau der gewünschten Umgehungsstraße gibt. Zudem soll sich die Landesregierung zu einem Zeitraum für den Bau äußern.

3. Die Politiker sollen dazu die Stadtverwaltung beauftragen, "entsprechend der Aussage des Landes zum Bau der Umgehungsstraße Maßnahmen zu ergreifen, um — sofern in Aussicht gestellt — den Bau der Umgehungsstraße (auch als Lückenschluss diskutiert) zu forcieren oder aber — sofern die Umsetzung seitens des Landes nicht geplant wird — die städtischen Planungen in Zusammenhang mit dem Bau der Umgehungsstraße einzustellen". Stadtchef Buchhorn verspricht, bei der Umsetzung des Verkehrskonzeptes darauf zu achten, dass eine gegebenenfalls später gebaute Umgehungsstraße problemlos angeschlossen werden kann.

Die Patt-Situation-Konsequenz

Mit seinen Vorschlägen greift Buchhorn den Willen der Ratsmehrheit und der Mehrheit im Bezirk I auf. Sollten beide Lager sich wieder eine Pattsituation liefern, es in Hitdorf also keine Veränderungen geben wird, dann will die Stadtspitze Konsequenzen ziehen: Die fünf Millionen Euro zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes Hitdorf sollen dann gestrichen werden. Die Finanzmittel würden für "andere wichtige Infrastrukturprojekte im Stadtgebiet" eingesetzt werden, teilte Buchhorn den Politikern am Wochenende mit. Sie erfuhren dabei auch, dass Straßen.NRW an der A 59-Abfahrt Hitdorf konkret einen Kreisverkehr plant.

(RP)