Leverkusen: Neujahrskonzert mit Weihnachtsklängen

Leverkusen: Neujahrskonzert mit Weihnachtsklängen

Im Eingang roch es nach Glühwein. Wer weiter ging und die Christuskirche betrat, erblickte rechts den Tannenbaum und links die Krippe. Und kurze Zeit später dazwischen auch Bruce Kapusta, der mit seiner aktuellen "Kölsch Klassisch Advent und Weihnachten"-Tournee unterwegs war. "Bevor der Karneval die Oberhand gewinnt, möchte ich die weihnachtliche Stimmung zumindest noch bis Heilige Drei Könige erhalten", erklärte der Trompeter am Rande des Konzertes, das von der Leverkusener Karnevalsgesellschaft "Rote Funken" präsentiert wurde.

Eigentlich war die Veranstaltung - wie schon dreimal - erneut für Dezember eingeplant. Das wäre sicherlich sinnvoller und auf jeden Fall wesentlich besser besucht gewesen, erläuterte Klaus Fings, zweiter Vorsitzender der Rote Funken. (Seine Gesellschaft ist für die bevorstehende Session bestens gerüstet. Los geht es bereits am 11. Januar mit der Damensitzung im "Forum".) Weil aber Pfarrer Detlev Prößdorf zu der Zeit keinen freien Termin für das Gotteshaus anbieten konnte, wurde aus dem Weihnachts- eben eine Art Neujahrskonzert.

Ehe Kapusta ab Samstag in Sachen Frohsinn selbst auf der Bühne steht, präsentierte er ein vorletztes Mal im festlich beleuchteten Gotteshaus - und begleitet von Tatjana Faber auf der Violine - seine persönlichen Highlights. Die beiden Adventslieder "Es ist ein Ros entsprungen" und "Maria durch den Dornwald ging" erklangen ohne Halbplayback. Bei anderen weihnachtlichen Titeln wie "Ihr Kinderlein kommet" oder "In dulci jubilo" war im Hintergrund die CD zu hören, die Kapusta mit Unterstützung des kölschen Engel-Chores aufgenommen hatte. Später beeindruckte der Tonkünstler mit sakralen Stücken wie "Ich bete an die Macht der Liebe" und klassischen Werken wie "Ave Maria" von Schubert. Dazu reicherte er den musikalischen Reigen mit eigenen Kompositionen wie "Höösch fällt d'r Schnie" an. Und auch Zuhörer waren so manches Mal zum Mitsingen eingeladen.

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Im Wechselspiel dazu unterhielt die Kölner Mundartautorin Elfie Steickmann mit besinnlichen und humorvollen Geschichten. Mit einem guten Gespür für Pointen schilderte sie lustige Begebenheiten rund um das Fest, die sie überwiegend selbst erlebt hatte. Am Ende stellte sie fest: "Im Laufe der Tournee hat Bruce uns an Orte geführt, von denen ich nicht wusste, dass es die überhaupt gibt. Aber hier in Leverkusen stimmt ja die Chemie."

Als Zugabe spielte Kapusta das Lied "Dä Clown für üch", mit dem er im Karneval erst richtig bekannt wurde, ehe die Musik nach "Nehmt Abschied Brüder" endgültig verstummte.

(gkf)