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Neues  „Schmuckstück“ des TuS Quettingen in Leverkusen ist grün

Zwei weitere Kunstrasenplätze für Leverkusen : Neues „Schmuckstück“ des TuS Quettingen ist grün

Auf die beiden Kunstrasenplätze hat der Verein lange gewartet. Jetzt wurden sie offiziell übergeben. 1,27 Millionen Euro kostet das vom Bund geförderte Projekt.

Die Sanierung des Sportplatzes in Quettingen ist nahezu abgeschlossen. Da, wo einst rote Asche staubte, sind nach etwa fünf Monaten Bauzeit ein Groß- und ein Kleinfeld mit Kunstrasen entstanden. Finanziert wurden die Umbauten zum Großteil durch Fördergeld des Bundes.

Insgesamt kostet das Projekt 1,41 Millionen Euro. Aus dem Topf des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ erhielt die Stadt 1,27 Millionen Euro. Die Differenz trägt der Sportpark. Ohne die Unterstützung des Bundes, das betonen die Verantwortlichen, wäre die Umsetzung dieses Vorhabens nicht möglich gewesen.

Die Fußballer des ansässigen TuS Quettingen dürfen sich nun darüber freuen, endlich auch auf Kunstrasen trainieren und spielen zu können. Einer der Plätze ist dabei allerdings kleiner als die Standardmaße eines Fußballfelds vorgeben. „Der wird hauptsächlich vom Nachwuchs genutzt“, berichtet Jugendleiter Raffaele Esposito. Zudem wurde das Ambiente der Sportanlage durch mehr Platz und neue Bepflasterung aufgehübscht. Und damit die Trainings und Spiele auch in der einsetzenden Dunkelheit stattfinden können, ist eine neue Flutlichtanlage installiert. Dieter Scholz vom Sportpark erläutert, es handele sich um LEDs, die unabhängig voneinander angeschaltet und gedimmt werden können.

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Sportparkchefin Nelly Schreiner nennt den Sportplatz Quettingen ein „Schmuckstück“, und sie betont: „Das ist ein tolles Zeichen während einer solchen Pandemie und ein guter Impuls für die Vereinsarbeit.“ Bezirksbürgermeister Heinz-Jürgen Pröpper, der selbst lange Mitglied beim TuS 05 gewesen ist, sagt: „Ich weiß, wie lange der Verein dafür gekämpft hat. Für den Bezirk ist das eine Goldsache.“ Insbesondere das langjährige Vorstandsmitglied Ferdinand Niebel setzte sich zu Lebzeiten stark für die Modernisierung ein. Er starb Anfang des Jahres. „Leider kann er das nicht mehr miterleben“, sagt Pröpper merklich gerührt.

CDU-Landtagsabgeordneter Rüdiger Scholz, der viel Lobbyarbeit an den entsprechenden Stellen verrichtet hatte, lobt die Jugendarbeit des Vereins. TuS-Geschäftsführerin Erika Fischer berichtet: „Wir holen die Kinder von der Straße. Sie sind morgens hier und gehen erst abends.“ Ohnehin verzeichnet der Verein in der Fußballabteilung regen Zulauf. Das, so bekräftigt Jugendleiter Esposito, habe bereits vor dem Bau des Kunstrasenplatzes begonnen. Auch der Verein, der rund 800 Mitglieder zählt, war nicht untätig. Er sammelte Geld, das nun in Pflegegeräte und die Modernisierung der Vereinsstätte investiert werden soll.

Noch ist die Anlage am Weidenbusch jedoch nicht fertig. Eine Begrünung folgt aufgrund der Wetterverhältnisse im kommenden Frühjahr. Der Basketballplatz hinter dem Fußballfeld bekommt noch seinen charakteristischen Belag. Und nahe des Eingangs entstehen einige Sportgeräte inklusive Trampolinen. Um die Sauberkeit der Umgebung kümmern sich externe Mitarbeiter unter der Führung des Job Service Leverkusen (JSL), das hier einen Quartierstreff betreiben wird.