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Leverkusen: Neuer Wanderweg ist offiziell eröffnet

Leverkusen : Neuer Wanderweg ist offiziell eröffnet

"Rund um Leverkusen" wanderte auch Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn zur Eröffnung des neuen, verbreiterten Weges. Helfer werden jetzt noch zur Auszeichnung der attraktiven Wanderstrecke gesucht. Sponsoren haben geholfen.

In der Wanderkarte war der Weg, der von der Straße Neuenkamp abgeht, bereits eingezeichnet. Aber tatsächlich war er an dieser Stelle viel zu schmal, besonders wenn die Brombeersträucher im Sommer darüber wucherten. Außerdem konnte es vorkommen, dass Wanderer dort einem Reiter begegneten, weil es sich um einen ausgewiesenen Reitweg handelt. Jetzt können dort Pferd und Mensch mühelos aneinander vorbei, was auch die Reiter beruhigt. Denn jetzt wurde das verbreiterte und befestigte Teilstück des Weges "Rund um Leverkusen" offiziell in Betrieb genommen.

Nun ist die 60 Kilometer lange Rundstrecke, die in etwa an der Stadtgrenze verläuft, wirklich komplett. Schon vor sechs Jahren hatte der Verein "Leverkusen — ein starkes Stück Rheinland" den großen Kreis aus zehn Teilstrecken mit großem L und kleinem V im Kreis bezeichnet. An einem Pfingstmontag wurde eröffnet, bei schaurigem Wetter, erinnerte Manfred Wiethüchter, der einen Dank an Petrus richtete, der jetzt die Sonne auf das symbolische Absperrband scheinen ließ. Weiterer Dank ging an Bauunternehmer Peter Schwindt, dessen Firma den verbreiterten Weg ebnete und mit grobem Splitt ausstreute — zum Super-Sonderpreis. "Wir werden noch mal mit der Rüttelplatte darüber gehen", versprach er, dass die noch losen Steinchen demnächst fester im Boden stecken.

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Mit einer 1000-Euro-Spende hat der Chempark, an dessen Standort der Weg über Rheindorf und Hitdorf auch vorbei führt, die Kosten von 3200 Euro verringert. "Wir sind ein armer Verein", versicherte Wiethüchter. Sein Kapital ist das ehrenamtliche Engagement für die Stadt, das diese — zumal in der gegenwärtigen Finanzlage — so dringend braucht. Deswegen war auch Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn gekommen, um das Band zu zerschneiden und im Namen der Bürger dem Verein zu danken. Für den ist die Sache nämlich mit der Fertigstellung keineswegs erledigt. Er hat sich zur permanenten Pflege und regelmäßigen Kontrollgängen verpflichtet. Die Brombeeren beispielsweise, die hier jetzt gebändigt sind, werden wieder wachsen und versuchen, sich ein Stück Weg zurückzuerobern. "Das ist aber nicht so schlimm, wenn man früh genug schneidet", meint Heinz Konrad Berns vom Verein.

Helfer seien willkommen, auch Menschen, die Plaketten an Wegkreuzungen anbringen oder das Zeichen mit dem Pinsel aufmalen. Geplant ist, an der Wuppermündung die Schiffsbrücke in den Wanderweg einzubeziehen. Der Oberbürgermeister lobte den Verein "Leverkusen — ein starkes Stück Rheinland" auch für seine anderen Aktivitäten wie das Angebot von Stadtrundfahrten, Herausgabe von Ansichtskarten und Heimatkundebuch, zu dem im Juni ein Singspiel aufgeführt wird, oder den Preis "Leverkusener Löwe", mit dem verdiente Persönlichkeiten ausgezeichnet werden.

(mkl)