Opladen: Neuer Chef für Remigius-Kita

Opladen : Neuer Chef für Remigius-Kita

Günther Olbert hat 20 Jahre Erfahrung gesammelt als Sozialpädagoge an verschiedenen Einrichtungen. Am vergangenen Freitag hat er seine Arbeit in der Kindertagesstätte St. Remigius aufgenommen – vorerst ganz alleine.

Die Ruhe ist fast gespenstisch. Keine Kinderstimmen sind zu hören, niemand wuselt zwischen Puppenwagen und Bauklötzen. Die Kindertagesstätte St. Remigius wirkte diese Woche wie ausgestorben, denn hier sind noch Ferien. So hat es sich der neue Leiter der Einrichtung, Günther Olbert, gewünscht für seinen Dienstbeginn. Am 1. August war nicht nur sein erster Arbeitstag in Opladen, sondern zeitgleich trat auch das heiß diskutierte neue Kindergartengesetz, kurz KiBiz, in Kraft. Das verlangt unter anderem einen viel höheren Verwaltungsaufwand als bisher, ohne den Leiter einer großen Einrichtung, zu denen der St. Remigius-Kindergarten mit 95 Kindern gehört, vollkommen für die Bürotätigkeit freizustellen.

In Ruhe einarbeiten

Olbert möchte sich diese Woche in Ruhe einarbeiten, bevor am Montag die Kinder das Haus stürmen und er sein Team von zwölf Mitarbeiterinnen kennen lernen kann. Parallel steht die Umrüstung zum Familienzentrum an, denn die größte der vier katholischen Einrichtungen im Pfarrverband Opladen soll demnächst Dreh- und Angelpunkt für jede Art von Familienhilfe in diesem Stadtgebiet werden. „Ich bin ein großer Anhänger davon, Kindergärten familienorientiert zu führen“, sagt der 42-jährige Vater von zwei Söhnen im Alter von zwölf und 14 Jahren. Er kennt so ziemlich alle Facetten der Kinder- und Jugendarbeit – weil er sie selbst ganz praktisch erfahren hat.

Schon vor der Ausbildung hat er sich in katholischen Jugendeinrichtungen ehrenamtlich engagiert. Während der vergangenen 20 Jahre arbeitete der Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt „Freizeitpädagogik“ in unterschiedlichen Angeboten des Bistums, auch im sozialen Brennpunkt.

Der gebürtige Kölner war in seiner Heimatstadt in einem Kinder- und Jugendhaus tätig, durchlief alle Stationen in einer Kindertagesstätte und war in einem Jugendwohnheim für junge Männer für Resozialisierung zuständig, hat sonderpädagogische Maßnahmen für Jungen mit aufgebaut.

Die Erkenntnis, dass Jungenerziehung weiblich geprägt ist, bestärkte ihn in seinem Entschluss zum Schritt „back to the roots“, an den Beginn der pädagogischen Arbeit im Kindergarten.

Nach 14 Jahren ist Schluss

Günther Olbert übernimmt die Kindertagesstätte St. Remigius von Elisabeth Pilgram, die diese Einrichtung 14 Jahre lang leitete und künftig nicht mehr Vollzeit arbeiten möchte.

(RP)