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Neuer Aufschlag für Musik und Theater

Bayer Kulturprogramm startet : Neuer Aufschlag für Musik und Theater

Corona hatte Bayer Kultur einen Strich durchs Programm gemacht, ab Ende August werden ausgefallene Veranstaltungen nachgeholt. Da sich die Zugangsbeschränkungen noch ändern können, wird kurzfristig über die Größe der Räume entschieden.

Seit Mitte März ist das Erholungshaus wegen der Corona-Pandemie für Publikum geschlossen. Bayer Kultur musste alle bis zur Sommerpause vorgesehenen Veranstaltungen absagen. Für einige Gastspiele gibt es inzwischen Nachholtermine, die Ende August beginnen. Weil sich der Kulturveranstalter sowieso entschlossen hatte, sich von den klassischen Spielzeit-Programmen zu verabschieden und stattdessen Festivals an den Bayer-Standorten Leverkusen, Wuppertal, Berlin und Bitterfeld durchzuführen, kollidieren diese Ersatztermine auch nicht mit der Planung für die neue Saison. Ein weiterer Vorteil für Aufführungen unter Corona-Bedingungen ist der Wechsel der Inneneinrichtung im großen Veranstaltungssaal, der sowieso geplant war. Derzeit werden Sitzreihen und Podeste zurückgebaut, Anfang August beginnt das Technik-Team mit der Neu-Möblierung, die sehr viel flexibler zu nutzen sein soll.

Einen ersten Eindruck wird sich das Publikum ab dem 23. August verschaffen können. An diesem Sonntag startet um 11 Uhr ein Jazz-Konzert mit dem Kallimoto Trio. Das findet normalerweise im kleineren Rahmen von Studio oder Kulisse statt. Aber wegen der Zugangsbeschränkungen, die sich bis dahin noch ändern können, werden Veranstalter kurzfristig über die angemessene Größe der Räume entscheiden müssen. Anstelle des ursprünglich angekündigten Francesco Piemontesi wird am 25. August (ein Tag nach dem Auftritt in der Wuppertaler Stadthalle) die ehemalige stART-Künstlerin Tamar Beraia ein Klavierprogramm mit Beethoven, Mendelssohn und Liszt spielen. Und wenn die georgisch-schweizerische Pianistin schon mal vor Ort ist, bietet sie am 26. August eine Veranstaltung für Schulklassen der Jahrgänge drei bis sechs im Format „Ein Leben für die Bühne“ an. Da ist die Teilnehmerzahl ebenso begrenzt wie beim „Atelier für Kinder/ Jugendliche“ am 12. und 26. September, das eine Filzwerstatt eröffnet. Um die Klarinette geht es beim Schulklassen-Konzert (3.-6. Klasse) am 15. Dezember. (Infos/Anmeldung jeweils 0214 3041283).

Noch mehr Klaviermusik bieten die Brüder Lucas und Arthur Jussen im Doppelpack und vierhändig am 15. September. Fünf Tage später wird das Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin nachgeholt mit dem Fassbinder-Stück „Tropfen auf heiße Steine“, bei dem der Leverkusener Philipp Arnold Regie führt. Und noch ein künstlerisches Talent kommt im Spätsommer in seine Heimatstadt Leverkusen. Der Tänzer und Choreograph Philippe Kratz, derzeit in der stART-Förderung, bringt seine Kollegen der Fondazione Nazionale della Danza/Aterballetto zur Aufführung mit, bei der unter anderem ein Stück von ihm aufgeführt wird. Am 2. Oktober holen Günter Lamprecht und seine Frau Claudia Amm ihre Lesung „Als im Pott noch die Schlote rauchten“ nach. Für Kinder gibt es an dem Wochenende Figurentheater: „Die Prinzessin auf der Erbse“ und für Tanzbegeisterte endlich wieder ein Tanzkränzchen. Der stART-Künstler Alexej Gerassimez und seine Percussion Group überwinden rhythmisch alle Stil-Grenzen. Statt „Mädchen wie du“ wird „Die Widerspenstige“ nach Shakespeare aufgeführt. Die Bayer-Philharmoniker haben für ihr Konzert den Star-Harfenisten Xavier de Maistre eingeladen, das Varieté Wintergarten ist auf April 2021 verschoben.