Neue Sporthalle der Grundschule Am Friedenspark in Rheindorf spart Energie

Grundschule Am Friedenspark : Neue Sporthalle spart Energie und Kosten ein

Die Halle verfügt über neue Energiespartechnik. Dadurch erhielt die Stadt einen speziellen Förderkredit.

2018 zogen die Grundschüler der Sternen- und der Löwenzahnschule in Rheindorf zusammen. Damit wurde die neue Schule Am Friedenspark zu einer vierzügigen Einrichtung, die einer weiteren Turnhalle bedurfte. Die im Sommer fertiggestellte Halle verfügt über neue Energiespartechnik. Dadurch erhielt die Stadt einen speziellen Förderkredit.

Den Neubaugeruch hat sich die Halle trotz ihrer Benutzung durch Vereine und den Schulbetrieb erhalten. Graue Bereiche des Massivbaus aus Stahlbeton-Halbfertigteilen ergänzen sich mit hölzernen Dachbalken und dem mintgrünen Hallenboden. Beim Betreten des Innenraums fällt schnell die unglaubliche Helligkeit auf.

2,1 Million Euro kostete  der Bau der Halle hinter dem Schulgebäude. Aufgrund der energiesparenden Bauweise konnte der Stadt im Rahmen des Förderprogramms Investitionskredit für Kommunen (IKK) – „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ ein vergünstigter Kredit für den Bau bewilligt werden. Das bedeutet: Nur ein kleiner Teil der Summe müsse zukünftig zurückgezahlt werden, berichtete Maria Kümmel, Leiterin des Fachbereichs Gebäudewirtschaft. „Wie hoch die prozentualen Einsparungen sind, ist noch nicht ganz klar “, fügte sie hinzu.

Zu der energiesparenden Bauweise, die als Voraussetzung gilt, gehört zum Beispiel ein Lüftungssystem, das den Energieaufwand für Wärme stark verringert. Die angesaugte Luft wird in der Halle leicht erwärmt, strömt von dort in die Umkleiden, erwärmt sich dort weiter und wird sodann in einen Wärmeaustauscher geleitet. Dort gibt die warme Luft ihre Wärme an die von außen neu in die Halle strömende Luft ab.

Durch solche Konzepte zur Energieeinsparung soll „der prognostizierte Primärenergiebedarf gegenüber dem gesetzlichen Mindeststandard um 62 Prozent unterschritten“, heißt es von der Stadt. Das bedeute eine CO2-Einsparung von rund zwölf Tonnen im Jahr. Um Barrierefreiheit zu gewährleisten sind die Hauptzugänge mit automatischen Dreh- und Schiebtüren ausgestattet. Außerdem verfügt das Gebäude über eine Behindertenumkleide, Umkleiden für jeweils 15 Schüler und drei Duschen. In den Duschen befindet sich für Rollstuhlfahrer die Möglichkeit, sich mit Klassenkammeraden zu waschen. „Wir wollen inklusiv arbeiten“, betonte Kümmel.

30 Millionen kann die Stadt laut Baudezernentin Andrea Deppe 2019 für Neubauten und Sanierungen ausgeben. „Vor ein paar Jahren war das nicht mal die Hälfte.“ 30 Projekte stehen an.

Mehr von RP ONLINE