Neue Spielzeit bei Bayer Kultur startet im September

Neue Spielzeit bei Bayer Kultur : Künstlerische Identitätssuche

Bayer Kultur widmet die neue Spielzeit einem ganz speziellen Thema: der Frage nach dem eigenen Ich. Dazu gibt es Musik, Theater, Tanz – teils neu gedacht.

Das Leben ist nicht eindimensional und grau. Jeder muss gleich mehrere Rollen erfüllen – als Kind, als Eltern, Onkel, Tante, als Berufstätiger, als Nutzer von Sozialen Medien, als Mann, Frau, Divers. Dieser Vielfalt des Lebens widmet sich Bayer Kultur in der Spielzeit 2019/20, setzt die Themenschwerpunkte „Gender-Revolution“ und „Identität“.

 Den Auftakt im September übernehmen die Künstlerinnen Ulrike Rosenbach, Johanna Reich und Mwangi Hutter mit der Schau „Identitäten“, bei der es konzeptionell um die Fragen nach Rollenbildern und eben Identitäten geht. Die Vernissage ist für Sonntag, 15. September, 11 Uhr im Foyer des Erholungshauses geplant. Musikalisch umrahmt wird der Vormittag von Pre-College Cologne. der Eintritt ist frei.

In neuem Gewand kommt Schuberts „Winterreise“ als getanzter Liederzyklus dann am Abend daher. Es singt Juliane Banse (Sopran), am Klavier sitzt Alexander Krichel, es tanzt István Simon. Los geht es im Erholungshaus um 18 Uhr im Großen Saal. Eintritt: 26/20 Euro. Apropos neues Gewand: Georg Büchners „Leonce und Lena“ wird von Regisseurin Bridge Markland „mit Pop und Puppen“ als Ein-Frau-Playback-Theater ins 21. Jahrhundert bugsiert. „Für die ,Generation Popmusik’ befeuern Songs von Kraftwerk, David Bowie, Die Ärzte und anderen Popgrößen die Satire, in der Prinz Leonce König werden soll“, macht Bayer Kultur Appetit auf den Abend. Es sei kein explizites Jugendstück, aber eines auf jeden Fall auch für junge Menschen, heißt es. Termin: Samstag, 21. September, 19.30 Uhr im Großen Saal. Eintritt: 20 bis 28 Euro, Jugendliche zahlen für Büchner mal anders fünf Euro.

Mit einem großen Namen deutscher Literatur geht es weiter: Heinrich von Kleist. Das Theater Mülheim an der Ruhr bringt die „Marquise von O.“ am Sonntag, 20. September, 18 Uhr, auf die Erholungshaus-Bühne, einen Tag später dann nochmal als Schulvorstellung (11 Uhr). Es geht um Mord und Plünderung und weitere Kriegsverbrechen und um ein verhindertes. Das hat Folgen. Eintritt: 20 bis 28 Euro am Sonntag und zehn Euro am Montag, Jugendliche zahlen fünf Euro.

Der Einstiegsmonat in die neue Spielzeit wartet aber mit noch mehr auf – Kunstateliers für Kinder und Jugendliche, Tanz und ganz viel Musik. Unter anderem ist das Concertgebouw Kammerorchester am Dienstag, 24. September, zu Gast (19.30 Uhr, 26-36 Euro).

Info Das gesamte Programm ist abrufbar unter www.kultur.bayer.de/de/programm-19-20.aspx. Karten gibt es unter anderem über das Kartenbüro der Bayer Kultur unter der 0214 30-41283.

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