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Leverkusen: Neue Sekundarschule gibt sich modern

Leverkusen : Neue Sekundarschule gibt sich modern

Tablets und Co. statt Schiefertafel: In der neuen städtischen Sekundarschule Neukronenberg ist auch ein Medienkonzept eingebettet. Gestern wurden dort die ersten Schüler empfangen.

Statt Tafeln hängen elektronische "interaktive Tafeln" an der Wand. Bücher und Hefte sollen künftig teils durch Tablets ersetzt werden. Die neue städtische Sekundarschule Neukronenberg gibt sich modern. Tablets und Co. seien künftig in ein Medienkonzept eingebettet, sagt Carolin Maus, Leiterin des städtischen Fachbereichs Schule. Doch das ist nicht die einzige Neuerung, mit der Schüler und Eltern angelockt werden sollen: "Das Erziehungs- und Unterrichtskonzept legt darauf Wert, dass die Kinder sich auch Dinge selbst beibringen", erläutert Schuldezernent Marc Adomat. Die Schule solle so dem Lerntempo der Kinder besser gerecht werden. Vertreter von Eltern, Schule, Stadt und Land schulten gestern offiziell die ersten Kinder ein.

Künftig soll bis zur zehnten Klasse unterrichtet werden. Danach stehe den Kindern der Weg an ein Gymnasium oder ein Berufskolleg offen. So seien das Werner-Heisenberg-Gymnasium, das Berufskolleg Opladen und die neue Sekundarschule zwar räumlich und organisatorisch getrennt, räumt Maus ein. "Es gibt aber ein übergreifendes pädagogisches Konzept", erläutert sie weiter. Dieses Konzept sei mit allen Schulleitern gemeinsam entwickelt worden und vollständig integriert. Im Klartext heißt das: Die Sekundarschüler gehen zwar auf eine andere Schule, können aber nach der Sekundarstufe eins beziehungsweise nach Klasse zehn auf das Heisenberg-Gymnasium oder das Berufskolleg wechseln. Wenn sie wollen. "Dieser Wechsel steht den Kindern schon garantiert zu, wenn sie sich hier Anmelden", versichert Carola Becker, die kommissarische Leiterin der Neukronenberger Gesamtschule. Vorausgesetzt, die Noten stimmen. Maus: "Wir haben hier das Beste aus allen Schulen umgesetzt."

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Und das sieht so aus: Der Lernbetrieb wird statt den traditionellen 45-Minuten-Blöcken im 60-Minuten-Takt durchgeführt. Außerdem gebe es für fast alle Klassen Doppelbesetzung, sagt Becker. Das Heisenberg-Gymnasium lernen die Schüler durch gemeinsame Kurse mit den Gymnasiasten schon ab der fünften Klasse kennen. Der Umgang mit hochmodernen neuen Technologien wie dem interaktiven Lernboard soll selbstverständlich werden.

"Die Kinder werden auf den bestmöglichen Abschluss vorbereitet", verspricht Becker. Die Nachfrage nach der neuen Schule sei hoch gewesen, versichern die Verantwortlichen der Stadt. Zwar seien im ersten Durchgang nur wenige Schüler abgelehnt worden. Im Nachgang habe es dann aber einige gegeben, die es wohl erst an den Gesamtschulen versucht hätten. Ähnliches gilt für die Lehrer: Aus 150 Bewerbungen habe Becker die Möglichkeit gehabt, das Kollegium zusammenzustellen.

(jim)