Leverkusen: Neue Purpur-Eschen für den Neulandpark

Leverkusen: Neue Purpur-Eschen für den Neulandpark

Die Stadtverwaltung pflanzt derzeit hunderte Bäume. Der größte Teil ersetzt Exemplare, die gefällt werden mussten.

Bäume in der Stadt zu pflanzen, das sei gar nicht so einfach, sagt Jörg Großbruchhaus vom Fachbereich Stadtgrün. "Sobald Sie irgendwo eine Birke hinsetzen, ruft jemand an und sagt: ,Ich bin allergisch!'" Und zugleich, bestätigt Bereichsleiter Lothar Schmitz, reagierten die Menschen so emotional wie nie, wenn irgendwo ein Baum gefällt wird. Im vergangenen Jahr waren das auf Leverkusener Stadtgebiet 361 Stück. Inzwischen, nach dem Ende der Fällperiode in der kalten Jahreszeit, laufen die Ersatzpflanzungen, in der laufenden Pflanzperiode sind bislang 266 Bäume neu gepflanzt worden.

Die Maßnahme, zu der die beiden Herren gestern mit Baudezernentin Andrea Deppe zum Eingang des Neulandparks gekommen waren, dürfte kaum auf Kritik stoßen. Eine Reihe von Purpur-Eschen wurde gepflanzt, Teil eines Pflanzprogramms mit rund 100 Bäumen, die in der vergangenen Wochen geliefert wurden und nun im Stadtgebiet in die Erde gesetzt werden.

Die meisten von ihnen werden dort gepflanzt, wo vorher ein Baum abgesägt wurde, und zwar in der Regel jene Art, die schon vorher dort stand. Es sei denn, man hat schlechte Erfahrungen damit gemacht.

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"Hier in der Gegend wachsen vor allem Ahorne und Linden gut", sagt Jörg Großbruchhaus. An vielbefahrenen Straßen müssten natürlich Gewächse stehen, die mit den Auspuffgasen und anderen unschönen Emissionen zurechtkommen. "Und wenn sie dann noch feine Härchen auf der Unterseite haben, die den Feinstaub schlucken, wäre es umso besser", meint der Fachmann.

Purpur-Eschen im Neulandpark gibt es schon einige, und viele Besucher durften die Herbstfärbung dieser Bäume bereits bewundern. Die jungen Stämme haben einen Durchmesser von 18 bis 20 Zentimeter. Damit sind sie dick genug, um nicht von gedankenlosen Passanten einfach abgeknickt zu werden. Übrigens gedeihen durch den Klimawandel in unseren Breiten inzwischen auch Bäume wie die Ungarische Eiche, der Judasbaum oder der Eisenholzbaum. Bevorzugt werden kompakte Sorten mit Kronen, die dem Wind gut standhalten.

Wer glaubt, dass durch die Stadt nur dort gepflanzt wird, wo schon einmal ein Baum stand, der liegt falsch. Neue Baumstandorte kommen hinzu, versichert die Verwaltung. So werden in diesem Jahr in der Straße In den Hartmannswiesen acht Bäume gepflanzt, drei am Kreisverkehr Karl-Carstens-Ring sowie 20 neue Bäume am Burgweg.

(s-g)