Neue Planung für den Busbahnhof Opladen

Neuer Busbahnhof Opladen : Bahnsteige – „schlicht und elegant“

Mehr Grün und eine neue Geometrie der Dächer für Opladens neuen Busbahnhof.

Die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk II hat der neuen Planung der Dächer für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Opladen mehrheitlich zugestimmt. Dieser neue Architektenentwurf behält zwar die grundlegende „schlichte und elegante“ Konstruktion des Systems „Zwiesel“ bei. Der Mittelbahnsteig wird weiterhin mit einem einfachen Dachsystem ausgestattet. Der nördliche zum geplanten Bahnhofsquartier ausgerichtete Bahnsteig erhält jedoch eine individuelle Dachkonstruktion mit besonderen geometrischen Formen. Und: Alle Dächer werden begrünt.

„Wir haben ein Dach entwickelt, das zum geplanten Bahnhofsquartier passt“, sagte Vera Rottes, Chefin der Neuen Bahnstadtgesellschaft Opladen (nso) am Dienstag in der Bezirksvertretung. „Man wird das als funktionale Einheit wahrnehmen.“ Die Ausstattung des südlichen Bahnsteiges mit standardisierten Wartehäuschen bleibt so wie geplant.

Der neue Busbahnhof ist Teil des Gesamtkonzepts der Westseite der Bahnstadt und des Stadtentwicklungskonzepts. Direkt nördlich an den Busbahnhof angrenzend ist das „Bahnhofsquartier“ mit Wohnen Einzelhandel und Dienstleistungen geplant. Eine große Freitreppe ist zum Busbahnhof hin ausgerichtet. Der Zentrale Omnibusbahnhof soll im Spätherbst 2020 fertig sein.

Lob für den neuen Entwurf kam von der CDU und von der SPD. „Das ist kein Busbahnhof 2. Klasse“, sagte Lukas Melzig (CDU). Zur besseren Bewertung des Entwurfs mahnten die Bezirksvertreter jedoch eine räumlich gestaltete Animation an.

Kritik kam von Opladen Plus. „Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen“, sagte Markus Pott. Er bemängelte zudem die Verkleinerung des Mittelbahnsteigs von 13 auf 11 Meter Länge. Den Antrag von Opladen Plus, den südlichen Bahnsteig mit großen Bäumen zu umgeben, lehnte die Bezirksvertretung ab.

„Ich sehe das Gesamtkonzept nicht“, sagte Dirk Danlowski (Grüne). Die drei Wartehäuschen auf dem südlichen Bahnsteig passten nicht in den Gesamtentwurf.

Eine ursprünglich individuell geplante Dachkonstruktion, wie sie auch beim Busbahnhof Wiesdorf vorgesehen ist, war verworfen worden, nachdem die öffentlichen Fördergeber die Kostenübernahme abgelehnt hatten. Auch für eine durchgängige Ausstattung aller drei Bahnsteige mit einem durchgängigen Dach wäre die Kostenbeteiligung der Stadt zu hoch gewesen. „Wir mussten im Systemdach bleiben“, begründete Rottes den modifizierten Entwurf. Zudem hätte ein individuell gestaltetes Dach optisch nicht zur Gestaltung des Bahnhofsquartiers gepasst. Ein schlichter, zurücknehmender Entwurf sei günstiger.

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