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Neue Pläne für früheres Gemeindezentrum in Leverkusen

Klinik-Pläne vom Tisch : Neue Pläne für altes Gemeindezentrum

Das Vorhaben von „Plan.Art“, eine Psychosomatische Klinik zu bauen, ist vom Tisch. Ein neuer Investor steigt ein.  

Der lange Dornröschenschlaf des leerstehenden früheren Evangelischen Gemeindezentrums an der Geschwister-Scholl-Straße könnte bald ein Ende haben. Ein neuer Investor aus Köln ist eingestiegen und hat das Gelände gekauft.

 Mit einer Spanplatte gesichert ist der Eingang des früheren Kirchengebäudes. 
Mit einer Spanplatte gesichert ist der Eingang des früheren Kirchengebäudes.  Foto: Miserius, Uwe (umi)

Durch einen Brand am Rosenmontag ist das alte Gemeindezentrum erneut in den Blickpunkt gerückt.  39 Feuerwehrmänner rückten aus, nachdem Anwohner Rauch aus dem leerstehenden Gebäude hatten aufsteigen sehen. Das Feuer, ein brennendes Sofa, war schnell unter Kontrolle. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Zeugen hatten zur Tatzeit drei Jugendliche auf dem Gelände gesehen, einer trug ein rosa-weißes Plüschkostüm.

Im Frühjahr 2010 war in dem Gemeindezentrum der letzte Gottesdienst gefeiert worden. Seither stehen die Gebäude leer. Lange Zeit hatte die Kirche vergeblich versucht, einen Käufer für das 6600 Quadratmeter große Areal zu finden zu finden.  Im September 2017 wurde dann bekannt, dass die Kölner Unternehmensgruppe „Plan.Art“ das Gelände übernehmen und dort eine Psychosomatische Klinik errichten wolle. Die Pläne für einen Neubau waren bereits weit gediehen. Von zwei miteinander verknüpften, viergeschossigen Baukörpern  war die Rede, die Platz bieten sollten für 70 Patientenzimmer. 28 Stellplätze waren vorgesehen, 13 davon für Patienten Der alte Glockenturm der Kirche sollte erhalten bleiben.

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Doch es kam anders: Die Bauvoranfrage für das Projekt fand im Stadtrat keine Mehrheit. Zu groß war offenbar die Angst, die neue Klinik könne eine Konkurrenz für ähnliche Angebote des nahegelegenen Klinikums und der Rheinischen Landesklinik werden. Das Klinik-Projekt war damit gestorben.

Nun soll es einen neuen Anlauf für die Gestaltung des Geländes geben. Wie unsere Redaktion erfuhr, hat „Plan.Art“ das Gelände an einen anderen Kölner Investor weitergegeben. Nach dessen Angaben befindet er sich über die künftige Nutzung des Geländes „in der Abstimmung mit dem  Stadtplanungsamt“. Das Objekt sei nach dem Brand gesichert worden. Näheres zur Nutzung soll bei einer Präsentation Mitte des Jahres bekannt gemacht werden.

Die evangelische Kirche hatte 2010 das Gemeindezentrum in Alkenrath geschlossen, weil sie sich kleiner setzen wollte. Das hatte zu Unmut und Auseinandersetzungen in der Gemeinde geführt. Zwischenzeitlich waren die Gebäude als Flüchtlingsunterkünfte von der Stadt genutzt worden. Als die Flüchtlingszahlen dann zurückgingen, wurde es erneut geräumt und steht seither wieder leer.