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Neue Pflegedirektorin am Remigius-Krankenhaus in Leverkusen-Opladen

Julia Schwab startet in Leverkusen : Neue Pflegedirektorin am Remigius

Die gebürtige Essenerin Julia Schwab übernimmt die Aufgabe von Peter Orth, der in den Ruhestand wechselte. Im Gepäck hat sie unter andrem die Idee eines Flexpools für Mitarbeiter, der das flexible Einsetzen von Mitarbeitern nach ihren Wunschzeiten dort möglich macht, wo es in dem Moment Personal braucht.

Verlässlichkeit ist eines der Stichworte, unter die Julia Schwab ihre Arbeit stellt. Als neue Pflegedirektorin im St. Remigius- und im St. Josef-Krankenahus. So will sie die größte Berufsgruppe an den beiden Häusern führen. Schichtdienst gehöre zum Beruf. Das sei nicht das Problem. „Was unsere Mitarbeitenden möchten, ist Verlässlichkeit, sie möchten wissen, wann sie wie arbeiten, wann ein Dienst am Wochenende ansteht“, sagt Schwab, die ihre Karriere selbst vor 23 Jahren in der Pflege startete. Und: „Wir müssen die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt rücken, wenn wir sie für uns gewinnen wollen.“

Die gebürtige Essenerein übernimmt die Aufgabe von Peter Orth, der nach 23 Jahren  jüngst in den Ruhestand verabschiedet wurde. Schwab will nun einen Flexpool aufbauen. Bedeutet: Pool-Mitarbeitende nennen ihre Wunscharbeitszeiten und werden zu diesen Zeiten überall dort eingesetzt, „wo zum Beispiel durch Krankheit eine Station nicht gut besetzt ist. Dann müssen die Kollegen des Bereichs seltener kurzfristig einspringen. So kommen alle auf die Gewinnerseite“, erläutert Julia Schwab.

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Auch das Krankenhaus profitiere. Im Schnitt arbeiteten examinierte Pflegekräfte siebeneinhalb Jahre im Job, bevor sie etwa wegen der Familie ausstiegen. „Im Vergleich steht die Kplus-Gruppe noch gut da. Die durchschnittliche Berufszugehörigkeit liegt über alle Einrichtungen in der Pflege bei knapp zwölf Jahren. Wir haben aber auch Kollegen, die seit 25, 30 Jahren und länger in der Pflege arbeiten.“

Julia Schwab kommt vom Fach, Nicht nur, weil sie examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin ist, sondern auch, weil sie noch draufsattelte. Nebenberuflich absolvierte sie ein Studium der Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Pflegemanagement an der Katholischen Hochschule in Köln. Auch praktische Erfahrung in dem Bereich hat sie, arbeitete zuletzt in der Pflegedirektion des Langenfelder Martinus-Krankenhauses tätig. Zweiter Schwerpunkt Schwabs neben dem Aufbau des Flexpool: die Ausbildung des pflegerischen Nachwuchses. Im Remigius-Krankenhaus werden sowohl Pflegefachkräfte als auch Pflegefachassistenten ausgebildet.

Dass Schwab viel vorhat, findet Thomas Karls, Kaufmännischer Leiter, gut: „Wir brauchen jemanden, der die guten Dinge hier fortführt und gleichzeitig manches neu denkt und eigene Impulse setzt. Und diese Person haben wir mit Julia Schwab gefunden“, betont er.