Neue Palliativstation für Kinder am Klinikum Leverkusen.

Benefizkonzert zur Unterstützung : Neue Palliativstation für Kinder am Klinikum

  Von einem bundesweiten einmaligen Projekt sprach Professor Joachim Eichhorn, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche im Klinikum Leverkusen. Gemeint ist hier die Synergie, die die geplante Kinder-Palliativstation mit der dann anliegenden Erwachsenen-Palliativstation verbindet.

Schon seit sechs Jahren sei die Vision eines Kinderpalliativzentrums eine Herzensangelegenheit für ihn, sagte der Kinderarzt. Als dann vom Land Fördermittel in Aussicht gestellt wurden, freuten sich alle Beteiligten. Im November 2018 erhielt das Klinikum die Zusage von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann über eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro für die „Qualitätsverbesserung der Versorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen.“ Inzwischen liegen alle notwendigen Anträge und Genehmigungen vor. „Der Baubeginn der Palliativstation ist für das nächste Jahr geplant, die Eröffnung soll  Ende 2021 erfolgen“, erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann.

Acht Betten sollen dann für kleine Patienten zur Verfügung stehen – Familienzimmer inklusive. Da das Angebot einer Kinderpalliativstation bundesweit sehr gering sei (nur in München und in Datteln befinden sich stationäre Versorgungsmöglichkeiten), rechnet das Klinikum in Zukunft mit 60 bis 90 Patienten pro Jahr – auch aus den angrenzenden Bundesländern. „Die häusliche Versorgung stößt in einigen Fällen an ihre Grenzen. Da passiert es oft, dass die Patienten auf Kinderintensivstationen oder anderen „Normal“-Stationen versorgt werden müssen, die eigentlich den besonderen Bedürfnissen nicht gerecht werden können“, sagt Professor Jürgen Zumbé, ärztlicher Direktor des Klinikums.

Doch das Bauvorhaben kostet mehr als die geförderte Summe. Für den Neubau werden inklusive neuem Inventar 3,4 Millionen Euro benötigt. Hinzu kommen laufende Kosten, wie neue Stellen. Ärzte, Pfleger und Therapeuten sind erforderlich. Um die Summe zu erreichen, braucht das Klinikum Drittmittel. Fundraising heißt der Fachbegriff. Eine erste Aktion gibt es bereits: Assistenzarzt Kai Schuster ist Dirigent der Jungen Sinfonie Köln. Die will ein Benefizkonzert geben – am Freitag, 20. Dezember um 19.30 Uhr unter dem Motto „Musik für Medizin“ im Forum. „Es wäre schön, wenn der Konzertsaal ausverkauft ist. Denn es geht an diesem Abend nicht nur um Musik, sondern auch um eine gute Sache“, wirbt Kai Schuster. Tickets gibt es im Forum Leverkusen sowie unter kulturstadtlev.reservix.de.

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