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Leverkusen: Neue Firmen bringen neuen Schwung

Leverkusen : Neue Firmen bringen neuen Schwung

Leverkusen ist weiterhin ein attraktiver Unternehmensstandort, sagt die Wirtschaftsförderung.

Im ersten Halbjahr 2017 sind 16 neue Firmen in die Stadt gekommen. Insgesamt 307 Arbeitsplätze konnten so erhalten oder neu geschaffen werden. Diese Unternehmen sind nach Angaben von Dr. Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL), insbesondere im Bereich Handwerk und der IT tätig. Die WfL zog jetzt Halbjahresbilanz. Vor kurzem ist außerdem der Geschäftsbericht für das vergangene Jahr erschienen. Dort ist zwar ein Minus von rund 700.000 Euro verzeichnet, doch entstanden durch den Zuzug von Unternehmen neue Arbeitsplätze sowie weitere Bürofläche.

Covestro zieht in Leverkusen seine Patentanwälte zusammen - genauer gesagt: an der Marie-Curie-Straße im Innovationspark Leverkusen (IPL). Das Unternehmen hatte sich erst vor geraumer Zeit für den Standort Monheim entschieden, kehrt aber nun zurück. Obermaier ist sich sicher: "Das zeigt: Gewerbesteuer ist nicht alles." Der Standort könne Unterschiede und einen dadurch entstehenden Nachteil bei der Höhe der Abgaben ausgleichen.

Stadt unterstützt junge Unternehmen

Deshalb ziehe es auch einige im Aufbau befindliche Unternehmen in die Stadt. Die WfL unterstützt die Neugründer seit einigen Jahren mit ihrer "Betriebs-Anleitung", in der Hilfestellungen und Kontakte zu Experten ausgewiesen sind. "Letztes Jahr konnten wir 55 Neugründungen erfolgreich begleiten", berichtete Obermaier. 33 Prozent und damit der Löwenanteil seien in der Dienstleistung aktiv. Insgesamt gehe die Zahl der Start-Ups jedoch zurück. Das liege am guten Arbeitsmarkt, sagte der Chef der Wirtschaftsförderung.

Wichtig für neue Unternehmen - sowohl in der Gründung als auch bei der Gewinnung neuer Unternehmen für den Standort Leverkusen: eine schnelle Internetverbindung. Der dazu nötige Breitbandausbau geht laut Obermaier gut voran. 98,4 Prozent der Haushalte im Stadtgebiet verfügten über eine Leitung, die fähig ist, über 50 Megabytes pro Sekunde zu übertragen - damit liegt die Chemiestadt landesweit an der Spitze. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr zudem 21.000 Quadratmeter Bürofläche geschaffen werden. 2015 waren es nur 14.400 Quadratmeter. Und in naher Zukunft wird das Aachener Unternehmen Kadans Real Estate im Innovationspark gegenüber des Bioplexes weitere 7250 Quadratmeter Fläche bebauen. Dort sollen zwei moderne Bürogebäude entstehen.

Dass der Geschäftsbericht ein Minus von rund 700.000 Euro ausweist, stört Obermaier nicht. "Wir liegen seit Jahren unter dem Deckel", betonte er. Es sei schwer, die Leistungen der WfL mit einem Geldbetrag zu beziffern. "Es ist ein gutes Ergebnis." Weitere Zahlen gibt es im Internet: www.wfl-geschaeftsbericht.de/2016

(brü)