Neue Feuerwache in Leverkusen wird Ende 2019 fertig

49-Millionen-Projekt : Feuerwache wird Ende 2019 fertig

Weil die Technik noch nicht fertig ist, verzögert sich der Umzug in die neue Wache um ein paar Monate.

Viel Licht und klare Orientierung, mehr Komfort und erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen, aber auch weitere Wege: Das alles erwartet mindestens 130 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Leverkusen, sobald die Feuer- und Rettungswache vom heutigen Standort an der Stixchesstraße in die Edith-Weyde-Straße umgezogen ist. Der Umzug verzögert sich allerdings bis voraussichtlich Ende 2019.

Das liegt vor allem daran, dass die zwingend erforderlichen Betriebssysteme noch nicht zu 100 Prozent miteinander vernetzt sind und funktionieren. Erst wenn die Voraussetzungen erfüllt seien, könne der achtwöchige Probebetrieb starten, informierte Feuerwehrchef Hermann Greven bei einem ersten Presse-Rundgang durch das Gebäude mit drei Etagen und einer Gesamtnutzfläche von rund 11.100 Quadratmeter. Probleme bereite insbesondere die Technik in der Leitstelle – dem Herz der Feuerwache. Das habe aber keinerlei Konsequenzen - weder für den Feuerwehrbetrieb, noch für die Bevölkerung, so Greven, da die Stadt über eine voll funktionsfähige Wache verfüge.

Joachim Hunsdorfer, Berater für Leitstellentechnik, zeigt, wie das Herzstück der neuen Feuerwache aussieht und funktioniert. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Nach einem erfolgreichen Testbetrieb beginnt der sukzessive Umzug. Der Verwaltung folgen die Mitarbeiter des Einsatzdienstes mit den Fahrzeugen und schließlich - in einem sehr kleinen Zeitfenster voraussichtlich am Wochenende oder in der Nacht – zuletzt die Leitstelle. Die Freiwillige Feuerwehr Wiesdorf schließt die Verlegungen ab.

Das neue Gebäude gliedert sich in verschiedene Funktionsbereiche. In direkter Nähe zur Leitstelle gibt es gut ausgestattete Einrichtungen für Führungskräfte, zum Beispiel die Feuerwehreinsatzleitung und den Krisenstab. Diensthabende erhalten künftig eigene Schlafräume. Sporthalle und Fitnessraum sowie Küche und Aufenthaltsräume mit Durchgang zur Dachterrasse ergänzen den modernen Komfort während des 24-Stunden-Dienstes.

Dazu kommen weitere Neuerungen wie einen eigenen Schulungsbereich für Aus- und Fortbildung – und somit das, was Feuerwehr an zentralen Standorten eigentlich ausmacht. Oder ein Brandübungshaus, in dem Einsatzszenarien auf drei Etagen simuliert werden können. Und eine Atemschutzübungsstrecke. Zuvor mussten die Mitarbeiter, um die gesetzlich vorgeschriebenen Belastungsübungen trainieren zu können, immer zu Currenta ausweichen.

Nicht nur die automatische Schlauchwaschanlage bietet gegenüber der bisherigen Handarbeit eine erhebliche Erleichterung, sondern auch die ebenerdige Waschhalle, Schlosserei und Schreinerei. „Insgesamt bedeutet die gesamte Wache eine deutliche Verbesserung für uns“, betonte  Greven. Auch deshalb, „weil endlich alle Fahrzeuge im Trockenen und Warmen stehen. Jetzt trifft das nur für die Hälfte zu. Und bedeutete zuletzt häufig, dass wir im Winter vor dem Start Eis kratzen mussten.“

Künftig können die meisten Fahrzeuge aus den Fahrzeughallen direkt auf die Edith-Weyde-Straße fahren. Der Komplex bietet Platz für 57 Fahrzeuge,  50 für Brandschutz und sieben für den Rettungsdienst.

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