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Neue Busspur in Leverkusen beschlossen

Bauausschuss : Die Busspur für Schlebusch kommt

Bauausschuss empfliehlt dem Stadtrat 30 Parkplätze zu erhalten.

(US) Unter den Kommunalpolitikern wird der Ton rüder. Vor allem Klaus Wolf (Grüne) greift den politischen Gegner gerne hart an. Im Bauausschuss kritisierte er am Mittwoch etwa die CDU: Sie sei zu feige, Parkplätze zugunsten von Busverkehr, Radlern und Fußgängern abzubauen. „Wir müssen mit dem Klimaschutz einfach mal anfangen.“ Die jungen Leute, die freitags für die Klimawende demonstrierten, fragten doch: „Wann macht ihr endlich was?“ Ina Tannenberger, baupolitische Sprecherin der CDU, parierte: „Wir von der CDU haben die Sache mit dem Klimaschutz verstanden, aber deshalb müssen wir nicht den Verstand abschalten.“

Anlass für das Wortgefecht war der Vorschlag der Stadtverwaltung, auf der Odenthaler Straße in Schlebusch eine 450 Meter lange Busspur einzurichten. In Richtung Schlebusch-Mitte, zwischen dem Kreisverkehr am Ortseingang und der Kreuzung Bergischen Landstraße. In diesem Bereich bilden sich zu Berufsverkehrszeiten regelmäßig Staus, in denen die Linienbusse viel Zeit verlieren. Laut Stadt fordert die Wupsi seit Jahren eine Änderung der Situation.

Baudezernentin Andrea Deppe warb im Ausschuss um eine Entscheidung. Die Maßnahme in Schlebusch sei ein kleines Projekt, das sicher wegen des Wegfalls von Parkflächen dem Autofahrer weh tue. „Die Verkehrswende muss aber kommen“, sagte Deppe. Es seien für Leverkusen noch weitere Busspuren geplant.

Der Ausschuss empfiehlt dem Stadtrat, den Bau der Busspur zu beschließen. Aber: Entgegen dem Wunsch der Verwaltung soll die Variante gewählt werden, bei der etwa 30 Parkplätze erhalten bleiben. CDU-Ratsherr Frank Schönberger: „Die Flächen werden gebraucht, auch E-Autos sind Autos und müssen irgendwo hin.“ Stimmt der Rat zu, ist geplant: die Hauptfahrbahn (6 Meter breit, eine Spur je Richtung), Busspur (3,25 Meter), auf dem Radler fahren dürfen. Dazu ein kombinierter Geh- und Radweg (2,50 Meter) stadtauswärts, ein Gehweg (zwei Meter) nach Dorfmitte. Dafür müssen 15 Eschen (30 Jahre alt) gefällt werden. Nach dem Umbau sind Neuanpflanzungen vorgesehen.