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"Neubeginn": Festival-Premiere im Leverkusener Schlosspark

Festival-Premiere in Leverkusen : „Neubeginn“ im Schlosspark von Morsbroich

Fabian Stiens und Arthur Horvath wollen ein Festival etablieren, das Künstlern ein neues Podium bietet. Und das „Sommerloch“ füllt, das durch coronabedingte Absagen von anderen Terminen, etwa dem Morsbroicher Sommer, entstanden ist. Kommende Woche geht es los.

Passend zum Thema Wandel, Veränderung und Neubeginn ist das viertägige Event überschrieben, das Fabian Stiens, Scala-Betreiber und Chef der Leverkusener Jazztage, und Arthur Horvath, Künstler und Leiter des Leverkusener Stadtmarketings, dauerhaft in Leverkusen etablieren wollen. Auftakt des „Neubeginn Festivals“ im Park von Schloss Morsbroich ist am Samstag, 21. August. Der Ticketvorverkauf hat bereits begonnen.

Ab 19 Uhr startet die „Nacht der Songpoeten“. Dazu versammeln sich neben Horvath – er tritt ohne Gage auf – 15 weitere Tonkünstler mit Cello, Geige, Klavier und Akustikgitarren. Allesamt sind sie Songwriter, die gleichzeitig auf der Bühne stehen, während sie dem Publikum ihre Lieder präsentieren und spontan bei den Titeln ihrer Kollegen einstimmen. Beteiligt ist etwa „enkelson“, der schon zu Beginn der Pandemie erste Hofkonzerte in Düsseldorf etablierte und Zuhörer mit seinem Klavierspiel erfreute. Gleiches tat die Sängerin Luisa Skrabic in Leverkusen. Neubürgerin in der Rheinstadt ist Sihna Maagé, die Kompositionen vorstellt, in denen sich Soul, Pop und Anleihen aus HipHop begegnen. „Die Soulstimme von Sihna Maagé sorgt für Gänsehautstimmung“, verspricht Horvath und beschreibt die Idee, die hinter diesem Festival steckt.

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Schon in der ersten Phase der Corona-Krise habe sich eine Leverkusener Ärztin bei ihm erkundigt, wie sie Künstlern helfen könne. Da er selber trotz Pandemie keine wirtschaftlichen Sorgen habe, weil er zuvor in seinen ausgeübten Beruf zurückkehren konnte, empfahl er, die Künstler nicht mit Geld, sondern mit einem bezahlten Auftritt zu unterstützen. „Wir wollen wieder singen und froh sein, dass wieder tun zu können“, bekannte Horvath. Die Medizinerin war sofort angetan. Wie auch Fabian Stiens, der die konzeptionellen Pläne schon seit Jahren im Hinterkopf hatte.

Neben dem Jazz-Festival fehle eine Veranstaltung im Sommer, ordnete Stiens ein und sagte: „Nach dem Wegfall des Morsbroicher Sommers und einigen anderen wiederkehrenden Events ist es mir wichtig, nun eine neue Marke und Veranstaltungsreihe in Leverkusen zu etablieren.“ Er wisse natürlich, dass „ein langer Atem erforderlich“ sei. Dank der guten Unterstützung etlicher Sponsoren und der Stadt gehe er aber davon aus, dass das „Neubeginn Festival“ eine gute Zukunft habe. Bereits jetzt sei eine Neuauflage des Musik- und Kulturfest für die zweite Augusthälfte des nächsten Jahres geplant.

Denn umrahmt wird die „Nacht der Songpoeten“ mit einer Reihe weiterer Auftritte verschiedener Künstler. Bereits am Donnerstag, 19. August, steht die Band der Kölner Stunksitzung „Köbes Underground“ ab 19.30 Uhr auf der Schlossparkbühne und lädt zu „Loss mer Singe“ ein. In einem mehr als dreistündigen Konzert präsentieren Ecki Pieper und rund zehn weitere Musiker die bekannten Hits und respektlosen Parodien aus den vergangenen Jahren der Stunksitzung. Diese Veranstaltung ist fast ausverkauft, weil es sich um einen Nachholtermin aus dem Vorjahr handelt.

Am Freitag, 20. August, ab 19 Uhr, tritt die Formation „Sandro Roy & Unity Band“ auf das Podium und lässt den dort besonderen musikalischen Klang aus Gypsy und Jazz miteinander verschmelzen, während sie tiefe Emotionen und beeindruckende Spieltechniken hervorzaubert. Zuhörer erwarten neben Uraufführungen auch frische Arrangements zu Songs von Django Reinhardt, Ennio Morricone und Pat Metheny.

Schließlich steht für Sonntag, 22. August, ab 18 Uhr, die „EVL Comedy Night“ auf dem Programm. Der Leverkusener Kabarettist Oli Materlik moderiert die 100-minütige Show und bietet mit seinen Kollegen Dave Davis als „Sunshine-Generator“ der deutschen Kabarett- und Comedy-Szene, außerdem Ingo Oschmann und Serhat Dogan aus der Nachbarstadt Köln eine Vorstellung mit jeder Menge Spaß und guter Laune.

Aktuell läuft die Planung für 500 Besucher. Der Zutritt in den Schlosspark ist angepasst an die dann gültigen Corona-Bestimmungen und nur für Gäste erlaubt, die entweder getestet, genesen oder geimpft sind.