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Netzwerk „Frühe Hilfen“ wird in Leverkusen ausgebaut

Politik stimmt Verlängerung des Projekts zu : Netzwerk „Frühe Hilfen“ wird in Leverkusen ausgebaut

Beratung und Unterstützung für junge Familien in der Stadt sollen in die nächste Runde gehen, Anlaufstellen könnten auch in Hitdorf und Wiesdorf entstehen. Der Finanzausschuss sprach sich jetzt für die Fortsetzung des Projekts aus. Mitte Dezember hat der Stadtrat das letzte Wort.

Sollte der Rat in seiner Sitzung am 14. Dezember zustimmen, dann steht einer Verlängerung der „Frühen Hilfen“ für junge Familien nichts mehr im Weg. Zuletzt hatte sich der Finanzausschuss einstimmig für eine Fortsetzung auf unbestimmte Zeit mit Recht auf gegenseitige Kündigung ausgesprochen. Die erforderlichen Mittel von bis zu 850.000 Euro werden für die Haushaltsjahre 2021 bis 2025 bereitgestellt.

Im Netzwerk „Frühe Hilfen“ – Grundlagen und Umsetzung finden seit Jahren landesweite Beachtung – hat sich die Stadt mit dem Fachbereich Kinder und Jugend und verschiedenen Trägern zusammengeschlossen. Das Netzwerk berät und unterstützt werdende Eltern und junge Familien und deren Kinder vor und nach der Geburt für die Dauer von drei Jahren. An den Standorten in Manfort, Alkenrath, Steinbüchel, Opladen und Rheindorf stehen Fachkräfte wie Hebammen, Sozialpädagogen und Erzieher mit Rat und Tat zur Seite.

Die Angebote wie Telefonberatung, Babysprechstunde oder Müttercafé sind kostenlos. Sie sind etwa gekennzeichnet durch praktische Hilfe nach der Geburt, niederschwelligen Zugang, fußläufige Erreichbarkeit, ganzheitlichen Ansatz und Orientierung am Bedarf. Ein weiterer Vorteil ist die intensive Vernetzung mit verschiedenen Bereichen der Jugend- und Gesundheitshilfe und anderen Trägern in den Sozialräumen.

Der getroffene Beschluss beinhaltet unter anderem eine anteilige Finanzierung von sozialpädagogischen Fachkräften, die teilweise Übernahme von Sachkosten und einen Zuschuss bis zu 25.000 Euro pro Standort. Dem Diakonischen Werk als Träger des Stadtteilprojektes werden darüber hinaus die Mietkosten für den Stadtteilladen in Manfort, den Katholischen Jugendwerken die Ausgaben für den Rheindorfer Laden erstattet. Passend dazu wird mit den konfessionellen Erziehungsberatungsstellen eine neue Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Überdies ist geplant, weitere Anlaufstellen für „Frühe Hilfen“ in Hitdorf und in Wiesdorf einzurichten. Der Auftrag im Rahmen der Quartiersarbeit wird europaweit ausgeschrieben. Auch das regionsübergreifende Projekt „Herzlich Willkommen in Leverkusen“ wird fortgeführt.
Die Stelle der Netzwerkkoordination „Frühe Hilfen“ im städtischen Fachbereich Kinder und Jugend wird künftig von einer halben auf 1,5 Vollzeitstellen aufgestockt. Zur Begründung werden ständig wachsende Strukturen der „Frühe Hilfen“ und der damit verbundene erhöhte Koordinationsaufwand genannt. Hinzu kommt eine Ausweitung auf Drei- bis Sechsjährige im Rahmen des Landesprogramms „Guter Start NRW“.

Standorte für „Frühe Hilfen“ sind bislang  hier:
Rheindorf: Rheindorfer Laden, Königsberger Platz 14, (Tel. 0214 2064240)
Steinbüchel: Nachbarschaftstreff Albert-Schweitzer-Str. 9, (Tel. 0214 85542745)
Manfort: Manforter Laden, Gustav-Heinemann-Str. 40, (Tel. 0214 31129566)
Opladen: Opladener Laden, Bahnhofstr. 21, (Tel. 02171 7999894)
Alkenrath: Familientreff, Graf-Galen-Platz 9, (Tel. 0214 73486430).