Namensstreit um „Europaallee“ in Leverkusen beendet

Anträge abgelehnt : Namensstreit um „Europaallee“ beendet

(bu) Der Streit um die Benennung von Europaring und Europaallee ist beendet. Nachdem die Bezirksvertretung 1 in ihrer Sitzung am Montag unmissverständlich deutlich gemacht hatte, dass sie nicht bereit ist, den Namen des Europarings zu ändern, haben sich  nun auch in der Opladener Bezirksvertretung 2 die Wogen geglättet.

Sämtliche Anträge für eine nachträgliche Änderung des Namens  der geplanten Europaallee in der neuen Bahnstadt wurden abgelehnt oder zurückgezogen. Damit bleibt es bei der bestehenden Namensgebung, die nach Einschätzung von Kritikern Verwechslungsgefahr in sich birgt.

Auf diese Gefahr hatte nochmals Opladen Plus in der Sitzung der BV 2 am Dienstag hingewiesen. Bei Notfalleinsätzen könnte es Probleme geben, sagte Markus Pott, Adressen könnten falsch verstanden, Nothelfer falsch geleitet werden. Der Antrag von OP Plus nach einem anderen Namen für die Europallee möglichst mit lokalem Bezug zu suchen, wurde abgelehnt. Auch ein Antrag der Linken, die Straße nach russischen Kriegsgefangenen im früheren Ausbesserungswerk zu benennen, fand keine Mehrheit.  Bezirksvorsteher Rainer Schiefer (CDU) hatte die Diskussion vor einigen Wochen befeuert, indem er eine Umbenennung des Europarings vorschlug.  „Aufbruch Leverkusen“ (vormals Pro NRW) zog ihren Antrag zurück, den Europaring in „Otto-Grimm-Straße“ umzubenennen. Der Vorschlag war eine Replik auf die 2016 erfolgte Umbenennung der Otto-Grimm-Straße in Wiesdorf. Der Namensgeber, der ehemalige Oberstadtdirektor Grimm, soll Historikern zufolge eine nicht geringe Mitverantwortung an Taten der Nazis tragen.

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