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Leverkusen: Nächtlicher Treffpunkt: Brücke am Schloss

Leverkusen : Nächtlicher Treffpunkt: Brücke am Schloss

Was bisher geschah: Lisa Kullenbergs Großonkel Giselher behauptet, der Schatz der Nibelungen liege nicht im Rhein, sondern im Schlosspark Morsbroich. Und: Er habe eine uralte Schatzkarte, die zum Versteck führt. Ein Fall für die Leverkusener Luchse. Den ersten Blick auf die Schatzkarte werfen Leon, Mirko und Lisa bei der Lagebesprechung am Silbersee.

Ich fahr' das Notebook hoch. Vielleicht finden wir ja da was zu diesen komischen Zeichen", schlug Mirko vor. Die Luchse hatten am Silbersee hinter einem Gebüsch ihre Freiluftdetektei eingerichtet. Picknickdecke, Verpflegung, drei Spaten und Taschenlampen für den Fall, dass noch an diesem Abend der Schatz gehoben werden sollte. Dann hatte Lisa die schwarze Dokumententasche geöffnet, die Onkel Giselher ihr unter dem Siegel der Verschwiegenheit gegeben hatte, und war zurückgewichen. "Das kann doch keiner lesen", schimpfte sie und hielt den Anderen das vergilbte Papier unter die Nase. Leon und Mirko verstanden nur Bahnhof. "Das sind alte Schriftzeichen oder Runen", stellte Leon fest und setzte ein so lautes "Mist Schatzkarte!" hinterher, dass Lisa ihm die Hand vor den Mund hielt. "Halt die Klappe, wenn uns jemand hört", motzte sie ihn flüsternd an.

Aber Leon hatte Mühe, sich zu beherrschen. In der vergangenen Nacht hatte er schon wieder wirr geträumt von Harry Peter und Lord Voldemort, vom Mond, von Fledermäusen, einem tiefen Loch und von Blut, das den Spatenstiel herunterläuft Leon war ganz sicher, dass der Traum eine Vorahnung war.

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Aber das konnte er Mirko nicht erzählen, weil der sich kaputtlachen würde. Und Lisa? Die bekäme sicher Angst wegen des Bluts. Und überhaupt. Feige, nein, das mochte er nicht sein. Also nachdenken. Um Zeit zu gewinnen, sollte Mirko von seinen Recherchen berichten. Doch der hatte nur zu sagen, dass Hagen von Tronje den Schatz nicht in den Rhein fallen ließ, sondern in der Erde vergrub. "Voreifel stand in dem Bericht", kam Mirko zum Schluss. Wo die genau anfing, wusste Leon auch nicht. Aber er wollte handeln.

"Wir gehen heute Nacht in den Schlosspark und suchen einen alten Grabstein, wie Onkel Giselher gesagt hat", kündigte Leon an und verteilte die Taschenlampen. "Aber wir wissen doch nicht, was auf der Karte steht", widersprach Mirko. "Dann bleib' zu Hause und recherchier' das", gab Leon pampig zurück. Er wollte in den Park, statt Theorie zu wälzen. Vor allem wollte er die gruseligen Träume nicht mehr. "Gut, wir gehen", sagte Mirko. "Die Schrift entziffer' ich morgen. 23 Uhr, Fußgängerbrücke Freiherr-vom-Stein-Schule." "Wieso gibt der jetzt Kommandos?", dachte Leon nur.

(RP)