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Nach Vandalismus am Opladener Bahnhof fordert Politik Videoüberwachung

Nach Vandalismus in Opladen : Politik fordert Videokameras am Bahnhof

Nach den Vandalismus-Schäden vom Wochenende fordern CDU und FDP die Bahn zum Handeln auf.

Die Politik bleibt dabei: Am Bahnhof Opladen muss eine Videoüberwachung her. Seit Jahren wird die Forderung danach regelmäßig dann laut, wenn jemand sein Mütchen an der Bahnhofseinrichtung kühlte. Nun fordern die FDP und auch die CDU im Bezirk II Kameras auf dem Areal. „Nach den jüngsten Vandalismus-Vorfällen beharrt die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung II weiter auf eine Videoüberwachung“, sagt Lucas Melzig, Unionsfraktionschef im Bezirk II. „Die Verantwortlichen müssen abwägen, was am Bahnhof Opladen wichtiger ist: zerstörte Rolltreppen und defekte Aufzüge für tausende Euro an Reparaturkosten oder der Datenschutz.“

Am Wochenende haben Unbekannte die Steuerungseinheit des Aufzugs zu den Gleisen, das Band am Handlauf einer Rolltreppe und ein Sicherheitsglas stark beschädigt (wir berichteten).

Auch Friedrich Busch (FDP) spricht sich für Videoüberwachung aus, schrieb dies der Bahn. Die gibt sich vage. „Um die Sicherheit der Reisenden kümmern sich die Deutsche Bahn und die Bundespolizei gemeinsam“, heißt es in einer allgemein gehaltenen Antwort auf die Anfrage unserer Redaktion. Videotechnik stelle eine wichtige Säule des Sicherheitskonzepts dar. Der Bahn ginge es bei der Überwachung um die Beobachtung betrieblicher Abläufe und die Hausrechtswahrung; der Bundespolizei um Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. „Einen gewaltbereiten, oftmals im Affekt handelnden Täter kann keine Kamera abhalten. Doch können die Bilder nach einer Straftat wichtige Beweise bei der Strafverfolgung liefern.“

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Aktuell liefern 7000 Kameras an 1000 Bahnhöfen Bilder. Seit 2012 habe die Bahn die Zahl der Kameras in Regional- und S-Bahnen auf rund 31.000 erhöht. Das weiß auch Melzig: „In den in Opladen haltenden Züge gibt es Videoüberwachung, am Bahnhof nicht. Das ist ambivalent.“

Eine Chance könnte es für Opladen geben: Bundesinnenministerium und Bahn stecken bis 2023 rund 85 Mio. Euro in Modernisierung und Ausbau von Videotechnik an Bahnhöfen, kündigt die Bahn an.